Der EHC bekommt einen Meister-Torwart

Wolfsburg  Final-Held und -Verlierer: Neuzugang Sebastian Vogl wechselt als Champion zum EHC Wolfsburg. Ex-Grizzly Ken Magowan scheitert erneut an Berlin.

Der EHC Wolfsburg bekommt einen Meister! Nach dem Gewinn der Zweitliga-Trophäe am Dienstagabend bestätigte Landshuts Torwart Sebastian Vogl seinen Wechsel zum Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg. Er erhält einen Ein-Jahres-Vertrag.

„Es hat mir viel Spaß und Freude bereitet, mit dem Landshuter Team zu arbeiten. Aber nun freue ich mich auf die neue Herausforderung in Wolfsburg. Ich möchte dort DEL-Erfahrung sammeln“, sagte der Keeper im Gespräch mit der Landshuter Zeitung (Donnerstag-Ausgabe).

Der 25-Jährige stand seit Wochen als Neuzugang fest. Weil die Cannibals aber noch in den Play-offs der 2. Bundesliga spielten, hatten die Verantwortlichen Stillschweigen vereinbart. Am Mittwoch aber äußerte sich auch EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf auf Anfrage unserer Zeitung erstmals zu dem Transfer. „Wir bekommen einen sehr guten Torwart, der richtig heiß darauf ist zu spielen“, sagte Fliegauf.

Nach den Problemen mit dem bisherigen zweiten Torhüter, Lukas Lang, erwartet der Sportdirektor in der nächsten Saison wieder einen heißeren internen Zweikampf um den Platz im Tor. Vogl soll Druck auf die zuletzt unumstrittene Nummer 1, Daniar Dshunussow, ausüben. Wir wollen wieder zwei Torhüter, die beide unbedingt in der Kiste stehen wollen.“

Lang wurde von Trainer Pavel Gross indirekt vor allem vorgeworfen, zu wenig Einsatz im Training gezeigt zu haben. Vielleicht deshalb ist der EHC bei der Vertragsgestaltung erneut vorsichtig. Vogl unterschrieb laut Fliegauf einen Ein-Jahres-Vertrag. Sehr wahrscheinlich ist es aber, dass der gewiefte Manager eine vereinsseitige Option zur Verlängerung in den Kontrakt eingebaut hat. So ähnlich war es auch bei Lang. Mit dem Unterschied, dass die Grizzlys einen Zwei-Jahres-Vertrag kommuniziert hatten, aber eine Ausstiegsklausel besaßen, von der sie nun Gebrauch machten.

Der gebürtige Landshuter Vogl stand bereits zwischen 2003 und 2009 im Kader des DEL-Klubs Ingolstadt. Allerdings schaffte er den Durchbruch dort nicht, brachte es nur auf 26 Einsätze. Deshalb machte er den Schritt zurück in die 2. Liga, wo er in den vergangenen beiden Jahren für das Team seiner Heimatstadt erfolgreich fing. 2,60 und 2,69 Tore pro Spiel lauten seine Fangquoten. Zuletzt in den Play-offs lag sie bei starken 1,71. Nach der mit 4:2 gewonnenen Best-of-7-Finalserie (1:0, 3:4 n. V., 0:1 n. V., 6:3, 8:4, 7:1) wurde Vogl zum besten Spieler der Serie gewählt. Freitag und Samstag steigen nun Mannschaftsfeier und große Meisterparty in Landshut. Montag folgt der Empfang im Rathaus. Danach ist Schluss mit lustig. EHC-Trainer Gross erwartet Vogl demnächst zum obligatorischen Fitnesstest in Wolfsburg.

Bitter indes endete eine Finalserie für einen ehemaligen Grizzly-Profi. Ken Magowan verlor mit den Mannheimer Adlern das entscheidende fünfte Spiel im DEL-Finale in Berlin mit 1:3 und musste den Eisbären – wie im Vorjahr mit Wolfsburg – den Pott überlassen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort