Laliberté muss gehen, kommt Moore?

Wolfsburg  Das Personalkarussell dreht sich beim EHC Wolfsburg immer schneller. Mehr als ein halbes Dutzend Profis flog herunter, ein Neuzugang springt aber auf.

Der eine geht, kommt der andere? David Laliberté (links) muss den EHC verlassen. Dafür haben die Grizzlys Greg Moore an der Angel.

Foto: imago

Der eine geht, kommt der andere? David Laliberté (links) muss den EHC verlassen. Dafür haben die Grizzlys Greg Moore an der Angel. Foto: imago

Kehraus beim EHC: Mindestens sieben Profis erfuhren am Freitag, dass sie den Wolfsburger Eishockey-Erstligisten verlassen müssen, darunter Kapitän Blake Sloan und David Laliberté. Für Letzteren haben die Grizzlys offenbar schon prominenten Ersatz.

Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich dabei um Stürmer Greg Moore (28) von den Augsburger Panthern handeln, der bei seinem aktuellen Klub verlängern soll, dies aber noch nicht getan hat. Der US-Boy spielte in seinem ersten Europa-Jahr eine starke Saison beim Hauptrunden-Achten. Mit 20 Treffern war er Toptorjäger der Augsburger. Genauso oft traf Laliberté für die Grizzlys.

Auch vom Spielertyp her ähneln sich beide Rechtsaußen. Beide sind 1,85 Meter groß. Moore wiegt mit 95 Kilogramm sogar noch drei mehr als der Kanadier. Ihre Stärke: das körperbetonte Spiel vor dem gegnerischen Tor. Vorteil Moore: Er ist aktuell fit, während Laliberté wegen seines Kreuzbandrisses noch mehrere Monate Reha vor sich hat.

Moore also nach Wolfsburg? Dazu würde passen, dass der EHC offenbar kein Interesse mehr an Jordan Smotherman (1,91 m, 95 kg) hat. Der US-Amerikaner (32 Saisontore) in Diensten des dänischen Erstligisten Esbjerg befand sich lange im Visier der Grizzlys. Ein Insider der dänischen Eishockey-Szene berichtet, dass Vertreter des EHC den 25-Jährigen sogar einmal vor Ort beobachtet haben. Der NHL-erfahrene Außen habe aber eine große Schwäche: Er gilt als lauffaul. Eine Eigenschaft, die EHC-Trainer Pavel Gross kaum akzeptiert.

Aber nicht nur Laliberté erhielt von Sportdirektor Charly Fliegauf mitgeteilt, dass er keinen neuen Kontrakt in Wolfsburg bekommt. Alle vertragslosen EHC-Profis traten am Freitag zum persönlichen Gespräch im Büro des Managers an. Ohne gute Nachricht mussten es nach Informationen unserer Zeitung auch die Stürmer Colin Beardsmore, Patrick Davis, Stephen Werner, Adrian Foster, André Huebscher und die Verteidiger Marvin Degon und Sloan verlassen. Bitter: Nach drei Jahren als Führungsspieler wurde der Kapitän ausrangiert. Sein Nachfolger könnte Kai Hospelt werden.

Bleibt die Frage, ob Nummer-1-Verteidiger Nathan Paetsch bleiben darf. Der Kanadier zählt zu den teuersten Spielern im Kader und überzeugte nicht restlos. Möglich, dass ihm der Klub ein Angebot zu reduzierten Bezügen angeboten hat. Bleiben soll Stürmer Patrick Pohl, der aber nur von den Eisbären Berlin ausgeliehen war. Eine Entscheidung steht aus. Dass Stürmer John Laliberte (nach Ingolstadt) den EHC verlässt und die Grizzlys bei Torwart Lukas Lang (Ziel unbekannt) die Option zur Verlängerung nicht ziehen, war schon länger bekannt.

Möglich, dass Manager Fliegauf morgen anlässlich der Saisonabschlussfeier mit den Fans (Beginn 15 Uhr, Eis-Arena, Eingang über Fantreff) auch einige Neuzugänge bekannt gibt. Zumindest die, die nicht mehr mit ihren aktuellen Klubs in den Play-offs aktiv sind. Simon Danner (Düsseldorf), Adrian Grygiel (Nürnberg), Sebastian Vogl (Landshut) und wohl auch Aleksander Polaczek (Hamburg) kommen. Bestätigt ist bereits die Verpflichtung Kilian Kellers (Füssen).

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