Defensive ist Trumpf im Offensiv-Hit

Wolfsburg  Es ist eine Art Endspiel für den EHC Wolfsburg. Im Duell der DEL-Torfabriken geht es gegen Ingolstadt um Platz 2.

EHC-Profi Christopher Fischer (Zweiter von links) sicherte in der Szene aus dem ersten Heimspiel gegen Ingolstadt das eigene Tor.

Foto: Thies/regios24

EHC-Profi Christopher Fischer (Zweiter von links) sicherte in der Szene aus dem ersten Heimspiel gegen Ingolstadt das eigene Tor. Foto: Thies/regios24

Alle sprechen vor dem Duell der Torfabriken Wolfsburg und Ingolstadt von der Offensive. Bis auf Pavel Gross. Der Trainer des Eishockey-Erstligisten EHC setzt im Heimspiel am Freitag (Beginn 19.30 Uhr) des Tabellendritten gegen den -zweiten lieber auf die Defensive.

Und auf den Lerneffekt bei seinen Schützlingen. Im Donnerstag-Training unterbrach Gross mehrfach und ließ die Spieler selbstständig die Fehler aus den bisherigen Vergleichen mit den Panthern analysieren. Zweimal vier Gegentore und zwei Niederlagen setzte es in Ingolstadt (0:4 und 2:4). „Im ersten Spiel dort hätten wir schon im ersten Drittel sechs bekommen können“, erinnert er sich. Auch in der 2:1 gewonnenen Heimpartie hätte es häufiger im eigenen Kasten einschlagen können.

Offenbar gefielen Gross die selbstkritischen Antworten seiner Schützlinge. „Die Spieler wissen, was wir besser machen müssen.“ Vor allem in der Rückwärtsbewegung. „Die Ingolstädter haben sehr gute Stürmer. Deshalb müssen wir versuchen, sehr eng an ihnen dran zu sein.“ Drei von ihnen stehen in den Top 5 der Scorer-Liste auf den Plätzen 2 bis 4: Derek Hahn (21 Tore, 32 Assists), Thomas Greilinger (21/32) und Jared Ross (22/27). Eingerahmt wird das Trio von den Wolfsburgern Norm Milley (14/42) und Kai Hospelt auf den Plätzen 1 und 5.

Obwohl der EHC mit 168 Treffern nach 50 von 52 Spieltagen bislang die meisten Tore in der DEL geschossen hat (gefolgt von Ingolstadt mit 164), sieht der Coach vor allem die beste Gegentor-Quote als Basis für den Erfolg seiner Mannschaft. Diese ließ erst 116 Treffer zu. Zum Vergleich: In Ingolstadts Kasten rappelte es 142-mal. Mit Blick auf die Play-offs sagt der Trainer: „Ich wüsste nicht, dass schon mal ein Team mit durchschnittlich fünf Gegentoren pro Spiel in der DEL Meister geworden ist.“ Gross’ Plan sieht deshalb ganz anders aus: „Hinten sicher stehen und nach vorne ein bisschen Druck aufbauen, aber kontrolliert.“ Sein Ziel: „Wir können es aus eigener Kraft auf Platz 2 schaffen.“ Dann wäre der EHC Hauptrunden-Vizemeister, hätte Heimrecht bis ins Play-off-Halbfinale und eine super Ausgangsbasis, um erstmals deutscher Meister zu werden.

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