Super Grizzlys sicherten Top-4-Platz

Wolfsburg  Eishockey-Vizemeister EHC Wolfsburg hat sein erstes Saisonziel erreicht. Die Grizzlys sind nach dem 5:2 in Düsseldorf mindestens Hauptrunden-Vierter.

EHC-Profi John Laliberte (weißes Trikot, vorn) erzielte in der Szene das 2:0.

Foto: Rolle/qpA

EHC-Profi John Laliberte (weißes Trikot, vorn) erzielte in der Szene das 2:0. Foto: Rolle/qpA

Play-off-Viertelfinale direkt erreicht und auch noch das Heimrecht gesichert! Der EHC Wolfsburg feierte einen grandiosen 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)-Sieg in Düsseldorf und hat zwei Spieltage vor Schluss sogar noch Chancen auf die Hauptrunden-Meisterschaft.

Zwei Partien vor Ende der regulären Saison in der Deutschen Eishockey-Liga liegen die Grizzlys (88 Punkte) nur noch zwei Zähler hinter dem Führungsduo Berlin und Ingolstadt (beide 90). Am Freitag (19.30 Uhr, Eis-Arena) steigt das direkte Duell mit den Ingolstädtern um Rang 2.

„Jetzt geht es für uns noch um Platz 1. Wir wollen die nächsten Spiele gewinnen“, sagte Charly Fliegauf. Der EHC-Sportdirektor hatte nicht nur Lob für sein Team parat. „Ich habe den Kapitänen etwas Geld gegeben, damit sie auf der Rückfahrt an der Tankstelle ein bisschen einkaufen gehen können.“

Norm Milley, John Laliberte, Sebastian Furchner, Kai Hospelt und David Laliberté machten mit ihren Treffern das wichtige Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Tyler Beechey und Daniel Kreutzer trafen für die DEG. Zwei der schnellsten DEL-Teams begannen sogar für ihre Verhältnisse rasant. Bundestrainer Jakob Kölliker auf der Tribüne sagte zu Recht in der ersten Drittelpause im TV-Interview: „Ein schnelles Spiel. Wolfsburg spielt schnell und direkt, modernes Eishockey, wie man es sich nur wünschen kann.“ Und führte nach 20 Minuten 2:0. Innerhalb von 41 Sekunden zogen die Grizzlys durch Milley und Laliberte auf 2:0 (18. Minute) davon.

Nur 38 Sekunden nach Beginn des Mittelabschnitts erhöhte Furchner mit einem Bauerntrick auf 3:0. DEG-Torwart Bobby Goepfert ließ den Schuss aus spitzem Winkel durchflutschen. Doch die Partie wäre fast noch einmal gekippt. Nach Beecheys Anschlusstreffer zum 3:1 (27.) entfachten die Gastgeber Dauerdruck aufs EHC-Tor. Allerdings „küsste“ der Puck nur Außenpfosten und Latte des Wolfsburger Tores. Glück für die Grizzlys. Trainer Pavel Gross nahm eine Auszeit, um das Match zu beruhigen.

Mit Erfolg: Die DEG handelte sich zwei Strafzeiten ein und bescherte den Gästen 59 Sekunden 5:3-Überzahl. Die brauchten nur 27 davon, um mit dem 4:1 durch Hospelt (36.) die Entscheidung herbeizuführen. Aber: Nach einem Schuss auf die Hand musste Milley, Topscorer des EHC und der Liga, angeschlagen in die Kabine.

Der Kanadier kam aber zum Glück zum Schlussdrittel zurück. In dem erzielte Benedikt Kohl ein eigentlich reguläres Tor (43.). So sah es jedenfalls auf den Sky-TV-Bildern aus. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und verweigerten wegen hohen Stocks von Milley vor dem Kasten dem Treffer die Anerkennung. Aber egal, Laliberté führte mit einem Kunstschuss doch noch das 5:1 herbei (51.). Da störte auch Kreutzers Tor zum 5:2 (58.) nicht. Mehr ließ der starke EHC-Torwart Daniar Dshunussow nicht zu.

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