Tyler Haskins behält die Nerven

EHC besiegt Nürnberg mit 3:2 nach Penaltyschießen – Tore durch Furchner und Dzieduszycki

John Laliberte (links) überwindet Nürnbergs Torwart Patrick Ehelechner im Penaltyschießen

Foto: Sportfoto Zink. 

John Laliberte (links) überwindet Nürnbergs Torwart Patrick Ehelechner im Penaltyschießen Foto: Sportfoto Zink. 

Ein Fünf-Punkte-Wochenende feierte Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg durch den 3:2-Sieg nach Penaltyschießen am Montag bei den Nürnberg Ice Tigers.

Der EHC kommt immer mehr ins Rollen. Auch das zweite Spiel gewann der Wolfsburger Eishockey-Erstligist. Gestern in Nürnberg hatten es die Wolfsburger beim 3:2 (1:0, 1:1, 0:1) nach Penaltyschießen aber schwerer als zwei Tage zuvor in Iserlohn.

Die Ice Tigers begannen in eigener Halle vor 3492 Zuschauern mit guten Chancen, auch weil der EHC noch etwas brauchte, um in die Partie zu finden. Hellwach war aber zu diesem Zeitpunkt schon Grizzly-Torwart Daniar Dshunussow, der dafür sorgte, dass die Schläfrigkeit nicht bestraft wurde.

Als dann auch der EHC aufwachte, stand es schon 1:0 für die Wolfsburger. Sebastian Furchner markierte nach nur zweieinhalb Minuten die Führung für die Grizzlys.

Das Tor brachte richtig Schwung. Fortan dominierten die Wolfsburger, hatten deutlich mehr Spielanteile. Das setzte sich auch fort bis zum Anfang des zweiten Drittels. Da erhöhte Matt Dzieduszycki kurz nach dem Wechsel auf 2:0 (22. Minute).

Die Grizzlys waren auf dem besten Weg zum Sechs-Punkte-Wochenende. Doch mit der Zwei-Tore-Führung kam ein kleiner Bruch ins Spiel der Wolfsburger. "Wir haben aufgehört, zu laufen und zu spielen", sagte EHC-Manager Charly Fliegauf. Die Folge: Die Gäste kassierten unnötige Strafen, und die Ice Tigers kamen durch ihr ordentliches Power-Play zurück in die Partie. Vitalij Aab erzielte den Anschlusstreffer noch im zweiten Drittel (25.). Dshunussow musste ein ums andere Mal eingreifen, um den Ausgleich zu verhindern.

Im letzten Abschnitt nutzten die Nürnberger dann aber eine Strafe gegen Christoph Höhenleitner, die noch aus dem vorherigen Drittel Bestand hatte. Sieben Sekunden vor Ablauf traf James Pollock zum durchaus verdienten Ausgleich (42.) für die Hausherren.

Bis zum Ende der regulären Spielzeit lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Auch die Grizzlys hatten noch Chancen, zum Sieg zu kommen. In der Verlängerung musste der EHC wegen einer zweiminütigen 3:4-Unterzahl hart um das 2:2 kämpfen.

Im Penaltyschießen traf dann erst Aab. John Laliberte glich aus. Nachdem Shane Joseph gescheitert war, behielt Tyler Haskins die Nerven und erzielte den spielentscheidenden Treffer für den EHC. "Im Penaltyschießen ist dann auch ein wenig Glück dabei", sagte Fliegauf.

Glück, das sich der EHC durch zwei couragierte Auswärts-Auftritte aber auch redlich verdient hat.

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