10:2! EHC feiert seinen höchsten Sieg in der DEL

Wolfsburgs Eishockey-Erstligist schießt die Krefeld Pinguine ab, muss aber auch zwei bittere Verletzungsausfälle hinnehmen.

Den höchsten Sieg seiner DEL-Geschichte feierte Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg am Sonntag. Die Freude darüber hielt sich aber in Grenzen.

Erstens, weil Gegner Krefeld beim 10:2 (5:1, 3:0, 2:1) der Grizzlys ein riesiges Torhüterproblem hatte. Und zweitens: Weil Stephen Werner früh und Armin Wurm spät verletzt ausschieden. Beide mussten ins Klinikum, Wurm blieb über Nacht dort.

Die Torwartleistung machte es den Gastgebern sehr leicht, zu Treffern zu kommen. Die verteilten sich auf Matt Dzieduszycki (3), David Laliberté (2), Kai Hospelt (2), Patrick Davis, Tyler Haskins und Christopher Fischer (sein erstes Saisontor). Für die bedauernswerten Pinguine waren Dusan Milo und Denis Shvidki erfolgreich.

Ohne den wegen des Tods seiner Mutter nach Kanada gereisten Scott Langkow im Tor waren die Gäste nicht konkurrenzfähig. Stellvertreter Danijel Kovacic hatte schon am Freitag beim 3:5 in Köln alt ausgesehen. Kein Wunder: Sein zuvor letztes DEL-Match hatte der Keeper am 24.März 2010 gegen Kassel bestritten, als es für die Pinguine um nichts mehr ging. Langkow stand dann 78-mal in Folge im Tor.

Am Sonntag führten die Grizzlys Kovacic vor. Sieben Gegentore nach 27Minuten waren genug. Trainer Rick Adduono hatte Erbarmen, brachte den kurzfristig nachlizenzierten Eishockey-Nobody Patrick Vetter. Der hatte bis dahin nur in der 4.Liga gespielt, war vereinslos.

Eigentlich mit dem 1:0 der Grizzlys (2. Minute), aber spätestens mit dem 3:1 (9.) war der geringe Krefelder Widerstand gebrochen. Der EHC ist gut beraten, den Kantersieg nicht überzubewerten. Als Standortbestimmung diente die Partie nicht.

Den Sieg aber nur auf die schwache Gästeleistung zurückzuführen, wäre ungerecht. Im ersten und über weite Strecken auch im zweiten Drittel spielte das Team von Trainer Pavel Gross härter auf den Körper und geschlossener als zuvor bei den Niederlagen gegen Düsseldorf und in Hamburg. Im letzten Drittel schaltete der EHC einen Gang zurück. Das reichte auch noch dicke.

Ärgerlich nur, dass sich die EHC-Verletztenliste um die Namen Werner und Wurm verlängerte.

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