Ausgegackert! Grizzlys machen die Hähne kalt

Wolfsburg  Der Schornstein rauchte, der EHC Wolfsburg produzierte Tore wie am Fließband.

Angeführt von Verteidiger Christopher Fischer (rechts) feierten die EHC-Profis den 8:0-Kantersieg gegen Iserlohn.

Foto: Sebastian Priebe/regios24

Angeführt von Verteidiger Christopher Fischer (rechts) feierten die EHC-Profis den 8:0-Kantersieg gegen Iserlohn. Foto: Sebastian Priebe/regios24

Das 8:0 (5:0, 2:0, 1:0) daheim gegen Iserlohn war der zweithöchste Saisonsieg des Eishockey-Vizemeisters nach dem 10:2 gegen Krefeld im November.

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Unter dem Motto trugen sich mit Colin Beardsmore (2:08 Minute), Christopher Fischer (7:08), Benedikt Kohl (10:31), Kai Hospelt (12:11), André Huebscher (12:44), David Laliberté (31:19), Patrick Davis (36:06) und John Laliberte (46:43) acht verschiedene EHC-Profis in die Torschützenliste ein.

Lukas Lang, eigentlich die Nummer 2 im Grizzly-Tor, durfte das zweite Mal in Folge ran. Nach seiner starken Leistung beim 4:3 n. V. in Berlin vom Freitag hielt er gestern seinen Kasten sauber. In seinem fünften Saisonspiel gelang ihm sein erster Shut-out. Den machte er eine Minute vor Schluss mit einer Glanzparade gegen den völlig freien Michael Hackert perfekt.

Im letzten Spiel vor der Länderspielpause machte der EHC kurzen Prozess mit den Roosters. Die Hähne wurden bis auf die letzte Feder gerupft. Nach der frühen Führung machten die Gastgeber richtig Dampf. Gästetrainer Doug Mason nahm schon in der siebten Minute eine Auszeit, den Grizzlys aber damit nicht ihren Schwung. In doppelter Überzahl brauchten sie nur sieben Sekunden fürs 2:0. Noch vor der ersten Pause gelangen ihnen binnen 133 Sekunden noch drei Tore.

Dank der 5:0-Führung schaltete der EHC ein, zwei Gänge zurück. Trotzdem legte er noch dreimal nach bis Spielende, ohne viele Iserlohner Chancen zuzulassen.

Gästetrainer Mason flüchtete sich hinterher in Selbstironie. „Zwei Dinge haben mir heute Spaß gemacht. Zum einen der Spaziergang um den Allersee vor dem Spiel. Und zum anderen, dass ich mich so richtig über die Schiedsrichter aufregen konnte“, sagte der Iserlohner. Die Meinung zum zweiten Aspekt seiner Äußerungen hatte er aber wohl exklusiv in der Eis-Arena. Vielleicht kam da der Frust über die zweite Klatsche gegen Wolfsburg durch. Bereits am 6. Spieltag hatte der EHC auswärts mit 7:0 gewonnen.

Wegen der Länderspiel-Pause findet das nächste EHC-Spiel erst am 14. Februar in Hamburg statt. Die Grizzlys haben vier Tage frei.

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