EHC-Manager Fliegauf zieht positive Bilanz des Spengler-Cups

EHC-Manager Charly Fliegauf.

Foto: regios24 

EHC-Manager Charly Fliegauf. Foto: regios24 

Beim traditionsreichen Spengler-Cup in Davos war für Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg erst im Halbfinale Endstation. Das war aber nicht der einzige Grund, warum Sportdirektor Charly Fliegauf im Interview mit Daniel Mau ein positives Fazit zog.

Herr Fliegauf, wie fällt Ihr Resümee des Spengler-Cups aus?

Das war für uns insgesamt ein sensationelles Ereignis, nicht nur aus sportlicher Sicht. Die Zuschauer haben uns super unterstützt, und die Spiele wurden sogar im kanadischen Fernsehen gezeigt. Die Teilnahme an diesem Turnier war die Belohnung für unsere harte Arbeit in den vergangenen Jahren. Höhepunkt war sicher der Sieg gegen das Team Kanada. Das war eines der besten Spiele unserer Mannschaft, seitdem ich in Wolfsburg verantwortlich bin.

Wie sehen Sie nach den Erfahrungen beim Spengler-Cup die deutsche DEL im Vergleich zu den europäischen Topligen?

Zu den Mannschaften aus der Schweiz oder der russischen KHL ist doch noch ein Unterschied da. In der Schweiz wird im Vergleich zu Deutschland mehr Wert auf Schnelligkeit gelegt, und die Spiele gegen Riga haben gezeigt, dass es in der KHL körperlich mehr zur Sache geht. Aber ich denke, die DEL braucht sich nicht zu verstecken. Wir haben Wolfsburg und die Liga jedenfalls gut vertreten.

Ihre Spieler werden von dieser Turnier-Erfahrung sicherlich auch profitieren ...

Absolut, so etwas erlebt man nicht oft in seinem Eishockey-Leben. Diese Erfahrung wird unseren Spielern keiner mehr nehmen. Wir haben als Mannschaft beim Spengler-Cup viele positive Dinge erlebt, das wird uns weiterbringen. So ein Turnier ist vor allem für die Entwicklung jedes einzelnen Spielers wichtig. Bestes Beispiel dafür ist Kai Hospelt, der sogar ins All-Star-Team gewählt wurde.

Wie haben sich die vier Testspieler geschlagen?

Kevin Hecquefeuille hat sich ja leider bereits im ersten Spiel verletzt. Deshalb kann ich zu ihm nicht viel sagen. Aber die drei anderen haben alle ihren Job gemacht. Das war für uns das Wichtigste.

Heißt das, dass sich der eine oder andere für ein langfristiges Engagement beim EHC empfohlen hat?

Bis auf Mike Bishai stehen alle noch bei anderen Klubs unter Vertrag. Deshalb stellt sich diese Frage bei ihnen aktuell nicht. Mit Mike haben wir vereinbart, dass wir in Kontakt bleiben. Wir müssen jetzt erst einmal schauen, ob und wie unsere verletzten Spieler zurückkommen und wie unsere Situation in den nächsten Wochen aussieht.

Am Dienstag geht es für den EHC in der DEL gegen Mannheim weiter. Wie schwer wird es für Ihre Mannschaft, so kurz nach dem Spengler-Cup den Schalter wieder auf den Liga-Alltag umzulegen?

Das wird sicherlich nicht einfach. Wir sind erst am 31. Dezember zurück in Wolfsburg gewesen. Viel Zeit zur Regeneration haben wir nicht gehabt. Und nun wartet eine Woche mit drei schweren Spielen. Erst danach können wir etwas durchschnaufen.

Während der EHC in Davos spielte, ging es in der DEL weiter. Wie beurteilen Sie die Lage in der Liga?

Diese Phase ist für uns gut verlaufen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir nach unserer Pause noch auf dem fünften Platz stehen würden. Wir wollen unter die Top 6, dafür sind wir voll im Soll.

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