Alavaara froh über deutschen Wurstwagen

Jan-Axel Alavaara beim Schuss: Bei den Grizzlys war er der beste "Blueliner". Nun trägt er das Trikot Skellefteås.

Foto: Archiv 

Jan-Axel Alavaara beim Schuss: Bei den Grizzlys war er der beste "Blueliner". Nun trägt er das Trikot Skellefteås. Foto: Archiv 

Im Interview: Der ehemalige EHC-Profi Jan-Axel ist in seiner schwedischen Heimat Tabellenführer, vermisst aber Wolfsburg und die Grizzlys.

Wenn der Schwede Jan-Axel Alavaara seinen T(h)orhammer schwang, rappelte es regelmäßig im Kasten der EHC-Gegner. Nach drei Jahren mit 35Treffern beim Wolfsburger Eishockey-Erstligisten wechselte der 36-Jährige im Sommer aber zurück in die Heimat und führt dort mit seinem neuen Klub Skellefteå die Tabelle an. Im Interview mit unserem Redakteur Christian Buchler spricht er über Wolfsburg und sein neues Leben.

Herr Alavaara, wie geht es Ihnen?

Mir geht es gut. Wir haben viele Spiele. Fast jede Woche drei. Es ist natürlich schön, wieder in der Heimat zu sein.

Sie hatten mit Skellefteå einen super Start, sind nach 15Spieltagen Tabellenführer. Welche Rolle haben Sie im Team?

Ja, wir haben gut angefangen. Aber hier gibt es sechs, sieben sehr gute Teams, die etwa gleich gut sind. Wir spielen mit sechs, sieben Verteidigern. Ich bekomme zwischen 18 und 20Minuten Eiszeit pro Spiel. Hier spielen alle Über- und Unterzahl. Das ist der größte Unterschied zu Wolfsburg.

Ist es für Sie eine große Umstellung von der DEL auf die schwedische Elitserien?

Der Unterschied ist nicht so groß. In der DEL spielt man öfter steil und betreibt mehr Forechecking. Hier wird die Scheibe länger gehalten, um einen guten, öffnenden Pass zu spielen.

Vermissen Sie Wolfsburg?

Natürlich. Wolfsburg und die Mannschaft. Nach drei Jahren in Deutschland habe ich mich wie ein Deutscher gefühlt. Zum Glück habe ich hier in Skellefteå einen deutschen Wurstwagen gefunden, wo ich Fleischkäse und Bratwurst kaufen kann. Und auf deutsch quatschen.

In Wolfsburg waren Sie der erfolgreichste Schütze von der blauen Linie und zusammen mit Christopher Fischer eines der torgefährlichsten Verteidiger-Paare der DEL. Für Fischer und die anderen EHC-Verteidiger läuft es in dieser Saison in der Offensive noch nicht rund. Haben Sie einen Tipp für die Ex-Kollegen?

Übung macht den Meister! Und natürlich muss man Geduld mit einer neuen Powerplay-Formation haben.

Fischer hat im Interview gesagt, dass er Sie zwar vermisst, aber auch froh ist, dass er nach Ihrem Weggang Ihre Rolle im Powerplay übernehmen kann. Was können Sie über ihn sagen?

"Fischi" hat einen Riesenschritt nach vorn gemacht, seit er nach Wolfsburg gekommen ist. Alles, was ich kann, habe ich ihn gelehrt. Ich sehe ihn als einen der Top-Verteidiger in der Liga.

Was trauen Sie dem EHC in dieser Saison zu?

Ich habe keine Spiele gesehen. Aber der EHC hat viele gute Spieler in der Mannschaft. Und mit den Trainern Pavel Gross und Mike Pellegrims ist alles möglich.

Und welches Ziel verfolgen Sie mit Skellefteå?

Ganz einfach: Die Meisterschaft zu gewinnen!

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort