Elf Pleiten in Folge: Eisbären-Fluch muss enden

Eishockey-Erstligist EHCWolfsburg trifft auf seinen Angstgegner Berlin und will die Negativ-Serie stoppen.

Es ist die längste Pleitenserie des EHCWolfsburg in der Deutschen-Eishockey-Liga: Elf Punktspiele in Folge verloren die Grizzlys gegen Berlin. Am Freitag (19.30Uhr, Eis-Arena) soll der Eisbären-Fluch endlich aufhören."Irgendwann reißt jede Serie", sagt EHC-Trainer Pavel Gross. Ähnlich hatte er sich auch in der vergangenen Saison immer geäußert, wenn es gegen den Angstgegner ging. Noch setzten die Grizzlys die Wahrscheinlichkeitstheorie ihres Trainers nicht in die Praxis um. Immerhin: In der Vorbereitung besiegten sie die Berliner in Braunlage mit 3:2n.P.

"Das zählt aber nicht", findet Christopher Fischer. Der Verteidiger hegt Revanchegelüste vor dem Bärenduell. Vor allem das 0:3 nach Spielen im Play-off-Finale und der dadurch verpasste Titelgewinn verschaffen ihm ein paar Prozentpunkte Extramotivation. "Das tut schon noch weh."

So wie Fischer denkt aber nur die halbe EHC-Mannschaft. "Die andere Hälfte war gar nicht dabei. Für sie sind die Berliner nur ein Gegner wie jeder andere", erklärt Gross. Bis auf die operierten Benedikt Schopper (Jochbeinbruch) und Stephen Werner (Patella-Luxation) stehen dem Coach voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung. Allerdings: Nathan Paetsch musste aufgrund von Magen-Darm-Problemen am Mittwoch pausieren. "Er hat Durchfall, aber ich rechne damit, dass er am Donnerstag schon wieder dabei ist", gibt sich Gross optimistisch.

Wolfsburg gegen Berlin ist auch das Duell zweier der derzeit erfolgreichsten Torjäger. Grizzly Matt Dzieduszycki (10Tore) trifft auf Eisbär Barry Tallackson (11). "Tallackson ist für seine Größe ein guter Läufer und weiß , wo das Tor steht", sagt Gross über Berlins Hünen (1,93m, 95kg). Dagegen wirkt "Diesel" mit 1,81m und 84kg fast zierlich. Aber: "Matt ist einer der schnellsten Skater der Liga, hat auch einen Torriecher und kann bei uns nach Punkten seine beste DEL-Saison überhaupt spielen", lobt der EHC-Trainer seinen Schützling. "Matt ist schwer von der Scheibe zu trennen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist er nun ein gutes Beispiel für eine positive Entwicklung."

Gross hofft auf ein Ende der Pleitenserie. "Ich hätte nichts dagegen, mal richtig schlecht zu spielen und trotzdem gegen Berlin zu gewinnen. Aber erst recht nichts dagegen, gut zu spielen und zu gewinnen."

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