Dante: „Naldo ist der Chef – und ich bin sein Soldat“

Lagos  Wolfsburgs Brasilianer kämpft in Lagos um seinen Platz. Von den USA-Wechselgerüchten zeigt er sich überrascht.

. Er erteilt laute Kommandos, dirigiert seine Nebenleute und nimmt viel Verantwortung auf seine Schultern. Dante kämpft im Trainingslager in Portugal um seinen Platz in der Abwehrzentrale neben Naldo. Dieser, das stellt Dante selbst klar, steht in der internen Verteidiger-Hierarchie des VfL Wolfsburg an der Spitze. „Naldo ist der Chef, und ich bin sein Soldat“, sagt der Brasilianer augenzwinkernd. „Ich versuche, meinen Kollegen zu helfen und viel zu reden. Da muss Leben im Training sein.“ Deswegen geht der Brasilianer auch in Lagos voran.

Dante muss sein erstes Trainingslager mit den „Wölfen“ nun nutzen, um wieder voll in Fahrt zu kommen. Zum Ende der Vorrunde wirkte er in einigen Aktionen ein wenig nachlässig und schläfrig. Sein böser Patzer gegen Hamburg Anfang Dezember kostete die „Wölfe“ nicht nur zwei Punkte, Dante verlor sogar vorerst den Stammplatz neben „Chef“ Naldo. Dass der 32-Jährige zum Ende des Jahres müde war, hat einen einfachen Grund: Im Sommer, als er sich mit seinem Ex-Klub FC Bayern auf die Saison vorbereiten sollte, fehlte der Linksfuß verletzt. Dante konnte nicht die nötigen Körner sammeln, um auch am Ende eine kräftezehrenden Halbserie noch völlig fit zu sein.

Umso wichtiger sind für ihn nun diese Tage an der Algarve. Dante: „Ich muss bis in den roten Bereich arbeiten, aber ich mag das. Das gibt mir Vertrauen in meinen Körper, auch im taktischen Bereich bringen mich diese Tage weiter.“

Und dieses Trainingslager soll nicht sein letztes mit dem VfL bleiben. Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass sein Berater Kontakte knüpfe, um Dante im Sommer bei einem Klub in der US-amerikanischen Major League Soccer unterzubringen. „Aber“, sagt Dante, „diese Meldung hat mich auch überrascht.“ Die Journalisten „können vergessen, dass ich im Sommer gehe – zu 100 Prozent“. Er will unbedingt in Deutschland bleiben. „Denn wir bekommen bald unser drittes Kind“, erklärt er strahlend. „Klar, die USA sind super, aber ich habe meiner Familie gegenüber eine Verantwortung.“ Einem Wechsel schiebt er einen Riegel vor.

Wichtig sei im Moment ohnehin nur die Rückrunde. „Da ist jetzt jedes Spiel ein Finale. Wir dürfen keine Fehler mehr machen“, sagte Dante. Dann ist auch die direkte Qualifikation für die Champions League wieder drin. Und wie weit geht es in der Königsklasse in dieser Saison? „Gent ist ein guter Gegner. Aber ein bisschen träumen ist erlaubt...“

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