Vergebliche Suche nach Fahrradständern

Lebenstedt  Radler, die die neue Technikzentrale des Energieversorgers Eon Avacon in Lebenstedt besuchen, finden auf dem geräumigen Vorplatz keine Fahrradständer.

Über den Vorplatz der Technikzentrale von Eon Avacon zu radeln, ist möglich, doch Fahrradständer gibt es hier nicht.

Foto: Michael Kothe

Über den Vorplatz der Technikzentrale von Eon Avacon zu radeln, ist möglich, doch Fahrradständer gibt es hier nicht. Foto: Michael Kothe

Der Vorplatz der erst Mitte November eröffneten Technikzentrale des Energieversorgers Eon Avacon ist sehr weiträumig, doch für Besucher, die per Rad kommen, wenig komfortabel. Weit und breit kein Fahrradständer, stattdessen für Autofahrer eine großzügige Tiefgarage – „ein derartiges Versäumnis wäre in skandinavischen Ländern undenkbar“, ärgern sich Drahteselfans wie SZ-Leser Horst Christlieb.

Schon am „Tag der offenen Tür“, als Eon Avacon seine neue Zentrale vorstellte, seien radelnde Besucher gezwungen gewesen, ihren Untersatz „irgendwo zu platzieren, einige legten ihr Fahrrad notgedrungen auf dem Vorplatz ab“, erinnert sich der Salzgitteraner. Bei einer Baumaßnahme für Kosten in Millionenhöhe müsse es selbstverständlich sein, Parkplätze auch für Gäste und Mitarbeiter vorzusehen, die mit dem Fahrrad kommen, sagt Christlieb.

Eon-Avacon-Sprecher Ralph Montag verweist darauf, dass die Technikzentrale angesichts ihrer speziellen übergeordneten Aufgaben „keinen Publikumsverkehr im Sinne von Kundenverkehr hat“. Für die Mitarbeiter des Unternehmens und der Stadt stünden in der Tiefgarage Fahrradständer zur Verfügung.

Gelegentliche Fachbesucher nutzten in der Regel öffentliche Verkehrsmitteln oder das Auto. Montag erklärt weiter: „Es sind im Außenbereich keine Fahrradständer installiert worden, da wir bislang keinen echten Bedarf hierfür erkennen konnten.“ Sollte das Gegenteil eintreten, werde nachgebessert.

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