Es ist nicht leicht, der Chef zu sein

Lebenstedt  Schüler des Gymnasiums am Fredenberg gründeten auf Zeit eine Firma. Sie entwerfen und verkaufen Wellnesskissen.

Eileen Witowski und Daniel Wiebe sind Vorstandsvorsitzende der Schülerfirma GaForDreams im Gymnasium Am Fredenberg.

Foto: Elke Kräwer

Eileen Witowski und Daniel Wiebe sind Vorstandsvorsitzende der Schülerfirma GaForDreams im Gymnasium Am Fredenberg. Foto: Elke Kräwer

Weil bekanntlich alle Theorie grau ist, haben sich Schüler des Gymnasiums Am Fredenberg aufgemacht, um die Praxis zu erforschen. Im Rahmen des Bundesprojekts „Junior – Schüler erleben Wirtschaft“ haben sie eine Firma gegründet, die Wellnesskissen herstellt und verkauft.

Auf Zeit sind die Jugendlichen Vorstandsvorsitzende, arbeiten in der Produktion oder kümmern sich um die Buchführung und die Steuern. Eileen Witowski und Daniel Wiebe sind zum Beispiel Vorstandsvorsitzende und lernen mit ihrer Firma GaForDreams, dass Chef zu sein, nicht immer ganz einfach ist. „Wir mussten sogar schon einmal jemanden abmahnen“, berichtet Wiebe.

Organisiert sei das kleine Unternehmen wie eine Aktiengesellschaft. „Jeder von uns 17 Schülern hat zehn Euro investiert“, sagt Witowski. Zudem sei es ihnen gelungen, auch Investoren außerhalb der Schule zu gewinnen. Wenn das Unternehmen Gewinn erzielt, werden die Aktionäre im Februar ihren Einsatz mit Gewinn zurückbekommen. „Und damit wird die Firma dann auch aufgelöst“, erzählt Witowski. Denn danach zähle für alle nur noch das Abitur.

Bis dahin sollen aber möglichst viele Kissen verkauft sein. „Unsere Kunden können sich das Design selbst aussuchen, vielleicht mit Foto, Namenszug oder dem Firmenlogo“, erklärt Wiebe. Einige Bestellungen lägen bereits vor, die Produktion soll Anfang des Jahres beginnen. Das nötige Wissen und Können haben sie sich bei einer Näherin geholt. Das Projekt solle es den Schülern ermöglichen wirtschaftliche Zusammenhänge zu erleben, berichten beide Vorstände. Konkret bedeute dies, dass sich die Teilnehmer zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten entwickeln sollen, die sich der Auswirkungen ihres Handelns bewusst sind.

Zum Aufgabenbereich der Firma gehört auch das Führen von Stundenlisten. Witowski, Wiebe und alle ihre Kollegen schreiben sich fleißig ihre geleisteten Stunden auf. „Wenn wir 50 Stunden zusammen haben, bekommen wir ein Zertifikat dafür. Und das macht sich bei späteren Bewerbungen sicher gut“, so Witowski. „Wir alle investieren aber sehr viel mehr in unsere Firma,“ ergänzt Wiebe. Wer Interesse an Kissen hat oder als Aktionär noch einsteigen möchte, kann sich per E-Mail unter eileen.witowski@gymfred.de oder daniel.wiebe@gymfred.de an das Unternehmen wenden.

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