„Ich will für die Menschen da sein und ihnen zuhören“

Lebenstedt  Dörthe Kampani ist neue ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerin im Lebenstedter Klinikum. Neuer Gobelin für den Andachtsraum.

Die neue ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerin Dörthe Kampani kommt donnerstags in Lebenstedter Klinikum.

Foto: Elke Kräwer

Die neue ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerin Dörthe Kampani kommt donnerstags in Lebenstedter Klinikum. Foto: Elke Kräwer

Dörthe Kampani ist am Samstag von Krankenhausseelsorger Pfarrer Manfred Batzilla und Propst Joachim Kuklik offiziell in ihr Amt als ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerin eingeführt worden. Zudem bewunderten die Besucher des Krankhaus-Andachtsraumes erstmals den neuen Gobelin, der speziell für den Raum im Lebenstedter Klinikum gefertigt wurde.

Zusätzlich zu ihrer Arbeit als Berufsschullehrerin hat die 54-Jährige sich drei Jahre lang für das Ehrenamt der Seelsorgerin von der Braunschweigischen Landeskirche ausbilden lassen. Ihre Tätigkeit begann 2008, als sie ein Jahr lang im Hospiz arbeitete. Künftig wird sie jeden Donnerstag, ab etwa 16 Uhr, zwei Stunden für Patienten des Klinikums Lebenstedt da sein.

„Zunächst frage ich auf den Stationen, ob es jemand ein wenig Aufmunterung benötigt“, erklärt sie. „Wenn nicht, mache ich meine Runde durch die Zimmer.“ Das sei spannend, denn sie wisse ja nie, was sie erwartet. „Ich höre zu“, beschreibt sie ihre Aufgabe. Die Patienten sprächen über ihre Sorgen oder ihre Lebensgeschichte. „Manchmal beten wir gemeinsam, ich habe mit einer Patientin auch mal ein Lied gesungen.“ Kampani sagt: „„Oft reicht es für die Menschen da zu sein und ihnen zuzuhören.“

Mit ihr wurde auch der neue Gobelin der Öffentlichkeit vorgestellt. „Der wurde von der Paramentenwerkstatt in Helmstedt mit der alten Gobelin-Technik von Angela Neddermeyer hergestellt“, berichtet Batzilla. „Den Entwurf hat Ute Sauerbrey nach unseren Wünschen angefertigt.“ Das Motiv greift das Thema der beiden Holzfiguren in dem Andachtsraum des Künstlers Walter Green auf und passe mit dem „himmlischen Jerusalem“ im Hintergrund des Bildes hervorragend zur Jahreslosung 2013 „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

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