Die alte Schlachterei in Salder ist Geschichte

Salder  Die Gebäude der ehemaligen Fleischerei Winter in Salder gibt es nicht mehr.

Norbert Winter vor den Resten der ehemaligen Schlachterei und des Wohnhauses, das er an die Volksbank verkauft hatte.

Foto: Horst Körner

Norbert Winter vor den Resten der ehemaligen Schlachterei und des Wohnhauses, das er an die Volksbank verkauft hatte. Foto: Horst Körner

Seit Jahrzehnten prägten das Wohnhaus mit dem Laden und daneben das Schlachthaus das Bild an der Straße „Vor dem Dorfe“. Doch bereits 2002 wurden Schlachterei und Laden geschlossen. „Die Maul-und Klauenseuche und der Rinderwahn zwangen zum Aufhören“, sagt Norbert Winter. Er war Geschäftsinhaber in der vierten Generation.

Als neuer Besitzer hat die Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter nun die Gebäude abreißen lassen. Die problematische Parkplatzsituation und die versteckte Lage der Geschäftsstelle Salder hätten den Vorstand schon seit Jahren beschäftigt, erklärte Vorstandsmitglied Hermann Isensee. „Jetzt sollen die Verhältnisse mit einem Schlag deutlich verbessert werden“, schreibt er der SZ.

Der Parkplatz soll erheblich ausgeweitet werden und die Volksbank soll mit einem neuen Eingang ein modernes Gesicht erhalten. Damit erhält das Grundstück nun eine völlig neue Nutzung, denn seit 1840 war hier stets eine Fleischerei angesiedelt. Damals habe an diesem Ort ein Fleischermeister Sander Fleisch und Wurst verkauft, berichtet Norbert Winter. „Meine Familie ist seit September 1935 auf dem Grundstück“, sagt er.

Der Enkel erinnert sich, dass seine Großeltern Fritz und Else Winter 1931 aus Hersum kamen, wo sie bereits eine Schlachterei betrieben. Anfangs hatten sie Geschäft und Schlachterei in Salder nur gepachtet, aber 1955 wurde alles gekauft. Das jetzt abgerissene Haus mit Laden und Schlachterei bauten sein Vater Gerhard und sein Onkel Fritz Winter im Jahre 1970. Norbert Winter übernahm 1999 den Betrieb.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (2)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort