Der Dirigent und die Vergesslichkeit

Lebenstedt  Das bewegende Ein-Mann-Theaterstück „Dachstube“ handelt von Demenz

Autor und Darsteller: Thomas Borggrefe.

Foto: Veranstalter

Autor und Darsteller: Thomas Borggrefe. Foto: Veranstalter

„Schön, nicht wahr? Das Vierte Brandenburgische Konzert, wenn mich nicht alles täuscht!“ so beginnt Thomas Borggrefe sein Theaterstück „Dachstube“, die Geschichte eines an Demenz erkrankten Dirigenten. Er ist Autor und alleiniger Darsteller in diesem Ein-Personen-Stück, in das der studierte Theologe zudem seine Erfahrung als Seelsorger in einem „Pflegehaus“ in Utrecht einbringt.

Seit 24 Jahren arbeitet der aus Deutschland stammende 55-Jährige mit demenzkranken Menschen, das Thema faszinierte ihn von Anfang an: „Das muss raus aus dem kleinen Kreis der Pflegenden“. Das Theater bietet ihm die Möglichkeit, die Gefühlswelt eines Demenzkranken zu beleuchten: „In der westlichen Gesellschaft ist die Diagnose Demenz wie ein Todesurteil, der Kranke gehört nicht mehr dazu“, sagt er im Gespräch, „aber das stimmt nicht, Geist und Seele bleiben bis zuletzt erhalten“.

Weitere Informationen unter www.efbsalzgitter.de und www.aok.de/pflege

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