Bürger sollen Grünfläche nach ihren Ideen gestalten

Haverlah  Gemeindebürgermeister Mielicki ruft zu Planungswettstreit auf. Straßenlaternen in Steinlah und Söderhof erhalten moderne LED-Leuchten.

Haverlahs Bürgermeister Gerd Mielicki hofft auf Gestaltungsvorschläge aus der Bevölkerung für diese Flache an der Kirchstraße.

Foto: Bernward Comes

Haverlahs Bürgermeister Gerd Mielicki hofft auf Gestaltungsvorschläge aus der Bevölkerung für diese Flache an der Kirchstraße. Foto: Bernward Comes

Im Zuge der Dorferneuerung wurden die Lindenstraße und ihre Fußwege saniert. Beim Dorfgemeinschaftshaus wählte der Gemeinderat die kleine und günstigere Lösung. „Wir wollen den Bestand erhalten, einen behindertengerechten Eingang sowie einen eigenen Einlass für den Jugendraum bauen“, sagt Gerd Mielicki.

Der Bürgermeister der Gemeinde Haverlah, zu der auch Steinlah und Söderhof gehören, erinnert in seinem Jahresrückblick daran, dass Architekt Helmut Urbisch fünf Vorschläge gemacht hatte und der Gemeinderat aus Kostengründen auf einem Saal für rund 100 Menschen verzichtet wird. Mielicki: „Für große Feiern haben wir den Saal des Gutshofes.“

Die vorige Gruppe habe den Holzboden des Jugendraumes im Dorfgemeinschaftsraum Haverlah abgeschliffen. Hiervon profitiere eine neue Gruppe, die laut Samtgemeinde-Jugendpfleger Sebastian Derer sich dort regelmäßig treffen wolle. „Zu wenig genutzt werden unsere Kinderspielplätze“, klagt der Bürgermeister. Allerdings schränkt Mielicki ein, dass viele Kinder mehr Spielgeräte im Garten der Eltern hätten.

Die Gemeinde Haverlah legt einen ausgeglichenen Haushalt vor. Deshalb bräuchten beide Grundsteuersätze von je 315 Prozent wie auch der Gewerbesteuersatz (320) nicht angehoben werden. Sie zählen zu den niedrigsten im gesamten Kreis.

Für rund 220 000 Euro ist Haverlahs Kirchstraße saniert worden. Zudem wurden dort Regenwasserleitungen verlegt. Weil die Bauleitplanung in Händen des Landkreises Wolfenbüttel lag, musste kein externes Ingenieurbüro bezahlt werden, lobt Mielicki. Er beklagt jedoch, dass gut 20 000 Euro höhere Preise entstanden, weil die Kirchstraße nicht gleich gemeinsam mit der Salzgitter Straße saniert worden sei.

Gespart worden sei hingegen, weil zeitgleich stets Wasserrohre verlegt worden. Seit Januar 2012 wird Steinlah mit weicherem Harzwasser versorgt. Haverlah ist bereits zwei Monate früher vom Wasserverband Peine angeschlossen worden.

Eine andere Versorgung, die mit schnellem Internet, steht weit oben auf der Wunschliste der Kommunalpolitiker. 2014/2015 soll es so weit sein. Die dafür notwendigen Lehrrohre für die Leitungen hat die Gemeinde selber bezahlt und verlegen lassen, weil sich laut Mielicki die Telekom geweigert hatte, die Kosten zu tragen.

Rund 50 000 Euro kostet der Austausch von 79 Leuchten aller Straßenlaternen in Steinlah und Söderhof. Mielicki rechnet vor: „Ende Februar wollen wir die neuen LED-Lampen installieren. Nach sieben bis acht Jahren soll der niedrigere Stromverbrauch den Anschaffungspreis ausgeglichen haben.“

Der Gemeinderat ruft alle Einwohner der Ortschaft auf, Vorschläge für eine möglichst pflegearme, 200 Quadratmeter große Freifläche Salzgitter Straße/Ecke Kirchstraße zu unterbreiten. Nach Fällarbeiten wurden dort vier Bäume gepflanzt. Mielicki erhofft sich Gestaltungsvorschläge unter 33 14 80.

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