Ortsrat Ost lehnte Auflösung der Watenstedter Ortswehr ab

Salzgitter  Ohne Ortskommando gibt es nach 140 Jahren vermutlich dennoch keine Zukunft für die Freiwillige Feuerwehr in Watenstedt.

Am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr steht bei Alarm selten ein Aktiver in Watenstedt. Das Gebäude bleibt im Stadtbesitz.

Foto: Bernward Comes

Am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr steht bei Alarm selten ein Aktiver in Watenstedt. Das Gebäude bleibt im Stadtbesitz. Foto: Bernward Comes

Die Ortsfeuerwehr Watenstedt kommt einfach nicht auf die Beine. Am Dienstag fand sich erneut kein Bewerber für das Ortskommando unter den verbliebenen sechs Aktiven. „Schon deshalb sind wir gesetzlich verpflichtet, die Wehr aufzulösen“, erklärte Stadtrat Ekkehard Grunwald. Zudem ist die Personalstärke weiter zu gering.

Dennoch hat der Ortsrat Ost in seiner Sitzung am Mittwoch gegen eine Auflösung der Wehr gestimmt. In geheimer Abstimmung folgten sieben Politiker der Auffassung von Georg Groh (CDU), der von zu großem Zeitdruck für die Mitglieder der Wehr sprach.

Nur sechs Mitglieder des Ortsrats billigten die Vorlage, die Feuerwehrchef Arne Sicks erläuterte. Er berichtete, dass sich zwar vier neue Feuerwehr-Anwärter in Watenstedt gefunden hätten, drei davon derzeit aber keine Zeit für den praktischen Teil der Ausbildung haben.

Das sei kein Wechsel auf die Zukunft, auf den sich die Wehr verlassen könne, befand Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schünemann (SPD). „Und von Zeitdruck kann keine Rede sein, sie hatten ja fast ein Jahr“, so Schünemann.

Das Niedersächsische Brandschutzgesetz verlangt ohnehin 22 Aktive, mindestens aber 18 für eine Feuerwehr mit Grundausstattung. „Diese Mitgliederzahl wird nicht erreicht und ein Ortskommando verlangt das Gesetz auch“, berichtete Sicks weiter.

Das letzte Wort über die Zukunft der Wehr hat jetzt der Rat der Stadt.

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