Auch sozial Schwache werden am Wohnort bestattet

Salzgitter  Die Verwaltung hat die Mehrausgaben für die kommunalen Pflichtbestattungen in den Haushalt eingestellt.

Der Friedhof im Alten Dorf in Lebenstedt.

Foto: Bernward Comes

Der Friedhof im Alten Dorf in Lebenstedt. Foto: Bernward Comes

Sozial schwache Verstorbene, die in Salzgitter gelebt haben, werden „grundsätzlich auch in Salzgitter bestattet, soweit keine entgegenstehende Willensbekundung vorliegt“. Dabei soll auch der Name des Verstorbenen erhalten bleiben, sofern keine anonyme Bestattung gewünscht ist. Das beschloss der Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Die Verwaltung hat bereits die zu erwartenden Mehrausgaben in den Haushalt 2013 eingestellt. 2012 hatte sie mit 70 000 Euro für die kommunalen Pflichtbestattungen kalkuliert. Im nächsten Jahr stehen 109 000 Euro bereit. Im Schnitt sei mit 54 kommunalen Pflichtbestattungen im Jahr zu rechnen, heißt es. Dadurch würden nach Angaben der Stadt Friedhofsgebühren in Höhe von etwa 55 000 Euro fällig.

Hintergrund: Die Bestattungspflicht liegt stets bei den Angehörigen. Es gibt jedoch Fälle, in denen die Angehörigen nicht bekannt sind oder ihrer finanziellen Pflicht nicht nachkommen können.

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