Neues Einkaufszentrum – Investor plant Baubeginn im Dezember

Lebenstedt  Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem neuen Einkaufzentrum in Lebenstedt. Am Donnerstag hat Investor Helmut de Jong den Bauantrag gestellt.

So soll die sanierte Fassade eines Teils des Gebäudes am Monumentplatz später aussehen.

Foto: architecten gjh

So soll die sanierte Fassade eines Teils des Gebäudes am Monumentplatz später aussehen. Foto: architecten gjh

Er umfasst mehrere Ordner – der erste Bauantrag für das neue Einkaufszentrum in der Lebenstedter Innenstadt, den Investor Helmut de Jong in der Stadt einreichte. Im Dezember will der Investor beginnen.

„Das gesamte Vorhaben ist in zwei Abschnitte unterteilt“, erläuterte Architekt Frank Guder. Dessen Salzgitteraner Architekturbüro „architecten gjh“ plante das auf inzwischen 20 Millionen Euro gestiegene Großprojekt, zwischen Gewerkschaftshaus und dem Durchgang vom Monumentplatz zur Deutschen Bank.

Zunächst solle die Fassade des bestehenden Gebäudes am Monumentplatz energetisch saniert und der Innenhof bebaut werden. Hierfür reichten de Jong und Guder gestern den Bauantrag ein. Erst in einem weiteren Abschnitt sollen die Gebäude rund um das Elka-Kaufhaus abgerissen werden.

„Durch den Lückenschluss zwischen den Häusern der Chemnitzer Straße und dem Monumentplatz entstehen hier im Erdgeschoss Ladenflächen von bis zu 500 Quadratmetern“, sagte Guder. Solche Größen würden derzeit in Lebenstedt fehlen, so de Jong. Nach eigenen Angaben habe er bereits Esprit, Douglas und ein dänisches Handelsunternehmen, das mehrere Modemarken besitze, gewinnen können. Auch für die anderen Flächen gebe es bereits Interessenten, so der Investor.

De Jong hofft, im Dezember mit dem Umbau des Gebäudes am Monumentplatz beginnen zu können. Bis Herbst 2013 will er mit diesem Abschnitt fertig sein. „Ich bin guter Dinge, dass wir zügig voran kommen“, sagte er. Die notwendigen Absprachen, unter anderem zum Brandschutz, seien bereits im Vorfeld mit den zuständigen Behörden getroffen worden und fänden sich im Bauantrag wieder.

Als schwieriger hatten sich dagegen die Gespräche mit den 47 Mietparteien erwiesen (die SZ berichtete). Jetzt zog de Jong ein positives Fazit: „Ich konnte bislang mit jedem Mieter eine Lösung finden.“

Oberbürgermeister Frank Klingebiel zeigte sich erfreut: „Dieses Projekt wird die Innenstadt weiterbeleben.“ Gemeinsam mit Baudezernent Michael Tacke signalisierte er die weitere Unterstützung durch die Verwaltung. „Wir können aber nur den Rahmenbedingungen schaffen“, sagte Tacke.

Der Wochenmarkt werde voraussichtlich während der ersten Bauphase in der Chemnitzer Straße bleiben können, signalisierte de Jong. „Es wird ja hauptsächlich in den Innenhöfen gebaut“, sagte er. Erst später solle er auf den Rathausplatz verlegt werden.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (30)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort