Hindernisse im Wald – Waren Biker am Werk?

Salzgitter-Bad  Es waren vermutlich Mountainbiker, die Sprungschanzen und Hindernisse auf einem Pfad am Nordrand des Tagebaus Finkenkuhle illegal angelegt haben.

Forstamtsleiter Werner Brand vor einer der angelegten Schanzen.

Foto: Horst Körner

Forstamtsleiter Werner Brand vor einer der angelegten Schanzen. Foto: Horst Körner

Nun sollen die halsbrecherischen Bauwerke verschwinden. Der Parcours befindet sich nicht weit entfernt vom MTV-Sportgelände. Dort ist eine lange Trainingsroute entstanden. Die Hindernisse sind provisorische Bauwerke aus Fichtenstämmen, Brettern und teilweise auch aus Beton. Sie werden im Bikerslang „Obstacle“ genannt.

Diesem Treiben mitten im Wald oberhalb des Sees wird das Forstamt Liebenburg der Niedersächsischen Landesforsten nun ein Ende bereiten: „Die Hindernisse werden abgerissen“, sagt Forstamtsleiter Werner Brand.

Die Forstleute sind überzeugt, dass diese Hindernisse Mountainbikern als Trainings- und Übungsgelände dienen. „Wir betrachten diese Entwicklung mit Sorge“, sagt Brand. Er nennt gleich zwei Gründe, um gegen diese Praktiken vorzugehen und die illegalen Bauwerke abzureißen: die Haftungsfrage und den Naturschutz.

Es sei erwiesen, dass durch diese Bautätigkeiten sowie das Fahren über die Hindernisse ein Uhu verschreckt seinen Brutplatz verlassen habe, bedauert der Forstamtsleiter.

Brand ist überzeugt, dass den Bikern die Störung des brütenden Uhus nicht bewusst gewesen sei. Deshalb möchte er mit den Mountainbikern, die im Wald aktiv sind, reden. „Vielleicht lässt sich eine einvernehmliche Lösung finden“, sagte er. Erste Kontakte könnten geknüpft werden unter der Rufnummer (0 53 46) 9 20 00 oder per E-Mail poststelle@nfa-liebenbg.niedersachsen.de.

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