Deftiger Blues-Rock – so scharf wie texanisches Essen

Salzgitter-Bad  Das Beste aus vielen Musikrichtungen

Blues in der Kniki: Reverend Rusty spielte dort am Samstag.

Foto: Stefanie Hiller

Blues in der Kniki: Reverend Rusty spielte dort am Samstag. Foto: Stefanie Hiller

Unverwüstlichen Blues-Rock mit Cross-over-Elementen anderer Stilrichtungen erlebten die rund 150 Besucher am Samstagabend in der Kniki. Eingeladen hatte der Fachdienst Kultur in der Reihe „Blues in der Kirche“.

Das Trio Reverend Rusty & The Case mit Frontmann Rusty Stone sowie Mr. C. P. und Al Wood verwandelten die Kniki nahezu in einen Hexenkessel.

Die drei Musiker und Sänger mit texanischen Wurzeln, hatten aber nicht nur erdigen Blues, Jazz, Rock und Boogie mitgebracht. Sie nahmen auch Anleihen bei Latino, Country und Funk. Das machte das Programm abwechslungsreich, spritzig und interessant, so dass der dreistündige Konzertmarathon (mit Pause) stets kurzweilig blieb.

Dabei erwiesen sich die drei Männer als vielseitige Musiker, die mehr als ein Instrument beherrschen. Rusty Stone griff nicht allein zu verschiedenen Gitarren, sondern auch zur Mandoline.

Bassist Mr. C. P. spielte nicht nur den E-Bass, sondern auch Kontrabass und Tuba. Und Al Wood schließlich war nicht allein am Schlagzeug aktiv, sondern bearbeitete auch das Cajón teuflisch gut mit bloßen Händen und bediente verschiedene Perkussioninstrumente. Nicht umsonst heißt es in einer Konzertbesprechung „Ihre Musik ist saftig wie ein T-Bone-Steak, scharf wie Tex-Mex-Essen und geht runter wie Öl“. Genau diese Mischung präsentierte das Trio am Samstag seinem Publikum in der Kniki, das hingerissen war.

Die virtuosen Gitarrensoli von Sänger und Songschreiber Rusty Stone erinnerten an den legendären Jimi Hendrix.

An dem Spiel der drei Männer wurde deutlich: Hier sind Profis am Werk, die im Blues verwurzelt sind. Sie bieten überzeugende Musik, bei der die Grenzen zwischen Blues, Rock‘n‘Roll und Boogie verschwimmen.

Das Trio um Rusty Stone bewies in der Kniki, dass mitreißende Musik auch ohne großes Gehabe möglich ist. Mit ihrer Begeisterung für die Musik steckten die Künstler das Publikum an und zeigten, dass ehrliche, leidenschaftliche Klänge das Herz (und den Bauch) der Zuhörer erreichen.

Urwüchsig und lupenrein, ohne Schnickschnack, zelebrierten sie ihre Musik, die den Weg schnurstracks ins Ohr nahm.

Zweifellos gehören „Reverend Rusty & The Case“ zu dem Besten, was die Blues-Szene derzeit zu bieten hat. Sogar bei den Zugaben drehten die drei Musiker noch einmal voll auf und zeigten vollen Körpereinsatz, was sich als schweißtreibend erwies.

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