Spartipps gegen die Kostenfalle im Urlaub
Braunschweig Der Sommer beginnt – und mit ihm ein Hindernislauf um zahlreiche Kostenfallen in den Ferien.
Wir sagen, worauf Sie im Ausland achten müssen, damit die schönste Zeit des Jahres nicht teurer wird als gedacht.
1. Lästige Strafzettel
Fuß vom Gas – das senkt nicht nur den Spritverbrauch, sondern schont auch den Geldbeutel. Im Ausland sind Verkehrsverstöße oft sogar deutlich teurer als daheim. Unangenehme Beispiele: Wer in der Schweiz mit elf Stundenkilometern zu viel geblitzt wird, der zahlt 200 Euro. In Italien fährt man besser nicht in eine verkehrsberuhigte Innenstadtzone. Hinter dem Schild „zona trafico limitato“ wird es nämlich teuer: 100 bis 150 Euro kostet der Gesetzesverstoß. Und wer die gelbe Warnweste für den Pannenfall nicht dabei hat, den kostet das in Portugal mindestens 120 Euro.
2. Teures Benzin
Noch im Inland oder gleich hinter der Grenze tanken? Das kommt aufs Reiseziel an: In Österreich ist Super-Benzin mit durchschnittlich 1,45 Euro deutlich billiger als in Deutschland. Wer aber zum Beispiel in die Niederlande aufbricht, der füllt seinen Tank vor der Grenze noch einmal auf, denn dort ist Super bleifrei mit knapp 1,80 Euro um einiges teurer als bei uns.
3. Kostspielige Koffer
Wer mit dem Flugzeug in den Urlaub reist, der tut gut daran, das Gepäck zu Hause auf die Waage zu stellen. Denn bei Übergepäck sind die Mitarbeiter am Check-in unerbittlich. Pro Kilogramm und Strecke werden durchschnittlich zehn Euro Aufpreis fällig. Besonders ärgerlich: Fast alle Airlines akzeptieren pro Reisendem nur noch einen Koffer, der meist maximal 23 Kilogramm haben darf.
4. Gierige Geldautomaten
Ohne Bares macht der Urlaub wenig Spaß. Und ist der Geldbeutel leer, dann hilft nur noch der Gang zum Geldautomaten. Das kostet mit der EC-Karte in der Regel einen Prozent des abgehobenen Betrags, aber nicht unter 3,50 bis sechs Euro. Wegen dieser Mindestgebühr hebt man am Geldautomaten besser immer den höchstmöglichen Betrag ab. Tipp: vor dem Urlaub die eigene Bank nach Partnerinstituten fragen, bei denen ist das Abheben häufig gratis.
5. Teures Telefonieren
Der EU sei Dank: Anrufe innerhalb der Europäischen Gemeinschaft werden billiger. Ab Juli dürfen die Telefongesellschaften nur noch knapp 35 Cent pro Minute verlangen. Smartphones verursachen im Ausland weiter hohe Kosten. Denn sie wählen sich gern ins Internet ein, ohne dass man es überhaupt merkt. In der EU herrscht immerhin mittlerweile ein Limit von 83 Cent pro MB, und nach knapp 60 Euro angelaufenen Gesamtkosten muss man gewarnt werden. In der Türkei, in Tunesien oder Kroatien kann es dagegen weiter praktisch unbegrenzt teuer werden. Da hilft nur: die Internetverbindung und das Daten-Roaming des Smartphones abschalten.
Tipp: Oft haben Flughäfen, Restaurants oder Cafés Gratis-W-LANs. Wer danach fragt, erhält einen Code und kann kostenlos Mails abrufen oder simsen.
6. Abzocke auf der Autobahn
In Deutschland ist die Autobahnbenutzung für Pkw ja noch gratis. In allen Nachbarländern heißt es dagegen, Wegezoll zu entrichten. Die Alternativen sind allerdings begrenzt: Man kann eigentlich nur auf die Landstraße ausweichen und erkauft sich die geringeren Kosten stets mit einer längeren Fahrtzeit. Die Unterschiede lassen sich einfach und schnell mit jedem Routenplaner prüfen, indem man die Option „kostenpflichtige Straßen“ ausschaltet und die Strecke neu berechnet. Ohne Maut-Vignette auf der Autobahn unterwegs zu sein, lohnt sich auf gar keinen Fall: In Slowenien zahlt, wer ohne Vignette erwischt wird, bis zu 800 Euro.
7. Mietwagen
Wer ein Auto mietet, der gibt am besten bereits zu Hause Gas und informiert sich. Denn vor Ort wird gern abgezockt. Daheim kann man im Internet in aller Ruhe die Tarife vergleichen, in den Ferien hat man für so etwas in der Regel ja doch keine Zeit. Zudem hat man da oft keinen Ansprechpartner mehr, der Deutsch spricht. Tipps: Schließen Sie immer eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung ab. Prüfen Sie bei der Übernahme den Wagen genau auf Beschädigungen, Verschmutzungen und Kratzer und lassen Sie sich alles schriftlich bestätigen.

