Winter in Abu Dhabi – Sonne, 30 Grad und eine kühle Lobby

Abu Dhabi  Die arabische Metropole gilt als eine der modernsten Städte der Welt. Immer neue Hotels werden dort eröffnet, wie unlängst das „Sofitel“.

Der Flug von Sydney nach Abu Dhabi dauert 14,5 Stunden. Er ist damit einer der längsten Nonstop-Flüge, die man weltweit buchen kann. Los ging es in Australien um 16.30 Uhr, die Landung erfolgte gegen Mitternacht Ortszeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Da war es wegen der Zeitverschiebung nach meinem Zeitgefühl schon 7 Uhr morgens.

Vor einem Jahr hatte ich das „Sofitel“ in Dubai besucht; es war das erste Hotel dieser französischen Luxusgruppe in den Emiraten. Und in Sydney hatte ich unter anderem gerade ebenfalls im „Sofitel“ gewohnt. Nun stand also das neueste Fünf-Sterne-Haus des Unternehmens in Abu Dhabi auf dem Programm, es wurde im April vergangenen Jahres eröffnet.

Sicher verständlich, dass ich nach dem langen Flug etwas müde war – und dankbar, dass die Taxifahrt zum Hotel nur 20 Minuten dauerte. Ich hätte übrigens drei Stunden später gleich weiter nach Frankfurt fliegen können, aber das wollte ich mir nicht antun. Nochmal knapp sieben Stunden im Flugzeug sitzen – nein danke; jetzt besser erstmal Pause machen. Lieber einen sogenannten „Stopover“ einlegen und sich noch zwei Tage ausruhen, ehe es zurück in die Heimat geht.

Die Zeit zwischen November und März ist sowieso die beste Reisezeit für Besuche in Abu Dhabi, denn das Thermometer klettert tagsüber nur selten deutlich über die 30-Grad-Marke. In den Sommermonaten sind 45 Grad normal. Dann ist es selbst im Schatten zu heiß.

Aber nun, im arabischen „Winter“, kann man zumindest am frühen Vormittag auch mal Spaziergänge machen. Und das tat ich. Denn das Luxushotel steht im Geschäftszentrum an der schönen, sauberen Strandpromenade, und auch Parks mit Brunnen, Spielplätzen, Restaurants, Pavillons und vielen Bänken befinden sich dort. Dort sitzen an Sonn- und Feiertagen auch viele Einheimische, lesen Zeitung, sonnen sich oder spielen mit ihren Kindern.

Große Einkaufszentren sind nur wenige Fußminuten entfernt – ebenso wie unzählige kleine Läden, in denen zum Beispiel Schneider ihre Dienste anbieten.

Das Hotel „Sofitel“ kommt betont modern daher. Das Hochhaus ist Teil des Capital-Plaza-Komplexes mit Hunderten von Wohnungen und Büros. Wie die anderen Häuser dieser Hotelgruppe, die ich kenne, setzt man auf gedeckte Farben, klare Linien und aufmerksamen Service. Arabisches Design und französisches Flair finden hier zu einem geschwisterlichen Miteinander.

Wandgemälde, Lithographien und Skulpturen französischer Künstler sollen zeigen: Hallo, wir haben auch etwas für Kunst und Kultur übrig! Die gut klimatisierte Lobby ist an Tageslicht, Höhe und Großzügigkeit kaum zu übertreffen und hat mir besonders gut gefallen. Gleich nebenan sind das „Le Café“ (Nachmittagstee, Kaffee, Kuchen und Schokoladen) und das Hauptrestaurant „Corniche“, in dem auch das abwechslungsreiche Frühstücksbuffet aufgebaut wird.

Ansonsten verfügt das Hotel über ein asiatisches Restaurant und ein weiteres, das auf Meeresfrüchte spezialisiert ist. Auch an der Pool-Bar bekommt man tagsüber leichte Speisen. Freunde von erlesenen Zigarren, Bier, Whiskey, Champagner und Cocktails treffen sich abends bei Live-Musik in der Jazz- und Fizz-Bar. Ballsaal und Konferenzräume bieten 1000 Menschen gleichzeitig Platz. Und wer sich zwischendurch mal verwöhnen lassen möchte, der geht in den Wellness-Bereich. Attraktion dort sind zwei Hamams – Dampfbäder, die man vor allem im arabischen Raum und in der Türkei findet – mit privaten Pools.

Falls Sie in den nächsten Tagen nach Abu Dhabi reisen wollen: Im „Sofitel“ gibt es ein 42 Quadratmeter großes Doppelzimmer derzeit für 150 Euro, eine Suite ab knapp 400 Euro.

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