EU will Reisenden in Not besser helfen

Finden EU-Bürger im Ausland kein Konsulat des Heimatlandes, unterstützen sie Vertretungen anderer EU-Staaten

Flugzeuge der Bundeswehr flogen Ende Februar 132 Menschen aus Libyen aus – neben vielen Deutschen auch Bürger anderer EU-Staaten.   

Foto: s: dpa

Flugzeuge der Bundeswehr flogen Ende Februar 132 Menschen aus Libyen aus – neben vielen Deutschen auch Bürger anderer EU-Staaten.    Foto: s: dpa

Wenn im Ausland der Ausweis geklaut wird, hilft das Konsulat – wenn eines in Reichweite ist. Falls das eigene Land nicht vertreten ist, erhalten europäische Reisende in Notfällen Unterstützung von den Konsulaten anderer EU-Länder. Das funktioniert nicht reibungslos. Die EU-Kommission will deshalb Verbesserungs-Vorschläge machen.

Wenn es hart auf hart kommt, sind EU-Länder verpflichtet, andere EU-Bürger genauso wie eigene Staatsangehörige zu evakuieren. In Libyen und Japan ist das jüngst geschehen. Hilfe steht Europäern auch zu, wenn zum Beispiel der Reisepass verloren geht, sie verunglücken oder schwer erkranken.

Allerdings gewähren nicht alle EU-Länder Bürgern fremder Staaten das gleiche Maß an Unterstützung. Die entstandenen Kosten erstatten die Staaten einander zwar. Nach Angaben der EU-Kommission hakt es hier allerdings. Daher will sie die Verfahren vereinheitlichen.

Nur in China, den USA und Russland betreiben alle EU-Länder ein eigenes Konsulat.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort