Wolfsburger Lehrer bietet online Mathenachhilfe
Wolfsburg Seit zwei Jahren bietet Vitali Pritzkau Matheunterricht im Internet an. Mit Erfolg.
An Mathe scheiden sich die Geister: Die einen sind gut, die anderen sind schlecht und bleiben es meist auch. Doch wenn Vitali Pritzkau vor der Videokamera Mathematik-Aufgaben löst, rufen seine Kurvendiskussionen und Integralrechnungen ein Aha-Erlebnis hervor. Seit genau zwei Jahren bietet der Mathelehrer der Eichendorff-Realschule in Wolfsburg Online-Mathenachhilfe per Video im Abo an.
Internetnutzer im Alter zwischen zwölf und 72 Jahren lösen mit www.mathehilfe24.de so gut wie jede Gleichung. Mit seinem Talent zum guten Erklären holt Pritzkau die Schüler dort ab, wo sie sich eh schon tummeln: auf digitalen Plattformen. Noch ist der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmensgründers überschaubar, doch mit über einer Millionen Klicks auf dem Internetvideoportal „Youtube“ sind seine Mathevideos ein Hit.
Vitali Pritzkau ist eine besondere Art von Gründer. Der Mathe-Lehrer ist Selbstständiger in Teilzeit. Ein ein nicht gerade alltägliches Modell, doch eines mit Zukunft, wie man im Innovations-Campus der Wolfsburg AG findet. Im März 2011 hatte sich Pritzkau zum ersten Mal an die Wolfsburg AG gewandt. „Nach der Startphase wurde mir klar, dass das Ganze kein Selbstläufer ist und ich professionelle Hilfe brauche, wenn ich am Markt Erfolg haben will.“
„Der Bestellvorgang auf der Webseite war katastrophal und die Abo-Angebote waren viel zu verwirrend“, nennt Pritzkau einige Schwachpunkte. Mit Unterstützung der Wolfsburg AG nahm das Projekt jedoch neuen Schwung auf. „Es wurde eine Marktforschung durchgeführt, wir haben das Abo-Modell und das Bezahlsystem optimiert und die Website erhielt einen Relaunch.“
Zum neuen Schuljahr startete der Mathematiker mit dem überarbeiteten Konzept. Seitdem steige die Kurve. „Für die Investitionen, die wir vorgenommen haben, waren die Ergebnisse absolut effektiv“, sagt Pritzkau. Eine Erfolgsgeschichte, wenn auch in kleinem Rahmen. Der Jungunternehmer hat sich entschieden, organisch zu wachsen. Dass das für ihn persönlich der beste Weg ist, hatte man ihm bei der Wolfsburg AG schnell klargemacht. „Wir trumpfen nicht mit einer Million Euro auf und wir lassen uns auch nicht freistellen.“
Vitali Pritzkau hat für sich und seine drei freien Mitarbeiter bereits neue Ziele gesteckt. Im kommenden Jahr möchte er eine feste 400-Euro-Stelle schaffen und bis Weihnachten soll eine App programmiert sein, mit der dann nochmehr Benutzer erreicht werden könnten. Auch eine Kooperation mit einer Uni bahnt sich an. Selbst Studenten der Elektrotechnik verstehen nicht alles.
