Fans von Rammstein stinksauer wegen Ticketverkaufs
Wolfsburg Übelste Beschimpfungen, stinksaure Fans – die beiden Rammstein-Konzerte in der Wolfsburger Autostadt waren binnen Minuten ausverkauft.
Fast alle Beteiligten hatten damit gerechnet. Die Fans sowieso, aber auch die Veranstalter: Die beiden Konzerte der Band Rammstein waren am Samstag binnen Minuten ausverkauft. 2800 Tickets insgesamt, 1400 je Konzert davon 700 Sitzplätze und 700 Stehplätze – ratzfatz waren sie verkauft. Der Andrang war derart groß, dass die Internetseite www.tickets.de zeitweise nicht zu erreichen war. Die Server brachen unter der Last zusammen.
67.700 Personen aus dem In- und Ausland verzeichnete die Seite des Rammstein-Verkaufs im Laufe des Vormittags auf dem Portal www.tickets.de. Dabei wurde die Website rund 2,5 Millionen Mal geöffnet (sogenannte Pageviews). Die Zugriffe auf den Rammstein-Kartenverkauf kamen vor allem aus Deutschland, gefolgt von den Niederlanden, Österreich, den USA, Russland und Großbritannien.
Der Frust jener Fans, die keine Karten bekommen hatten, entlud sich dann auf der Facebook-Seite der Autostadt. Auf www.facebook.com/autostadt luden viele Rammstein-Fans ihren Ärger ab. Innerhalb kurzer Zeit gab es knapp 200 Kommentare. Wie beispielsweise von Jennifer Bleich: „Ja richtig scheiße... Ich hatte 2 Karten im Warenkorb und auf einmal waren die weg!“ Oder Dennis Henrik Fricke: „Schlechter konnte man den Verkauf nicht organisieren, Konzept und Kommunikation sind stark verbesserungswürdig!“
Diesen Vorwurf weist die Autostadt zurück. Gegen 11 Uhr gab es auf der Facebookseite eine Stellungnahme: „Liebe Rammstein-Fans, die beiden Konzerte von Rammstein im KraftWerk sind ausverkauft. Wir gratulieren allen, die Tickets ergattern konnten und bedauern, dass es aufgrund des großen Ansturms schwierig war, tickets.de zu erreichen. Bekanntermaßen sind Rammstein-Konzerttickets sehr begehrt und extrem schnell verkauft - so auch im Fall der beiden exklusiven Konzerte in Wolfsburg.“
Ein Sprecher der Autostadt wies auch noch einmal darauf hin, dass es lediglich ein „kleines Kontingent“ bereits am Freitag direkt von der Band über ihre Homepage an die Rammstein-Fan-Community verkauft worden sei. Der weitaus größere Teil sei am Samstagmorgen dann über tickets.de verkauft worden.
Zurückgewiesen hat die Autostadt auch den Vorwurf, dass die Karten nur für VW-Angehörige gewesen seien. Es sei ein öffentlicher Verkauf gewesen. Man musste keine Werksnummer eingeben. Es scheine allerdings Einzelfälle gegeben zu haben, wo solche Daten abgefragt wurden. Die Autostadt geht dem nach. Betroffene können sich per Mail an die Autostadt wenden, wenn es Probleme gab.
Für die Rammstein-Fans allerdings war das nur ein schwacher Trost. Sascha Pietschmann auf der Autostadt-Facebookseite dazu: „Beschissen und ärgerlich.“ Facebook-Nutzer Benjamin Schwarz meinte: „Absolut unglaubwürdig.“ Und Sarah Laufer meinte: „Liebe Autostadt, man sollte es kaum glauben, dass ein Wolfsburger Veranstalter kaum Karten für seine Wolfsburger Zuschauer hat . Und das man so eine Plattform für den Ticketverkauf gewählt hat, das war eine 6 !“



