Widerstand gegen Oberstufen-Auszug am Schulzentrum
Fallersleben Die Stadtverwaltung hat ihre Planung geändert und will zur mehrjährigen Sanierung des Schulzentrums Fallersleben Teile des Gymnasiums auslagern.
Eindrucksvoll hat die Schülervollversammlung des Gymnasiums demonstriert, was sie von den neuen Plänen der Stadtverwaltung hält, zur Sanierung des Schulzentrums Fallersleben Teile des Gymnasiums auszulagern. Eindeutiges Ergebnis laut Pressemitteilung der Schülersprecher: „Wir lehnen die Teilung des Gymnasiums ab.“
Umzugspläne geändert
Nach bisherigen Informationen sollte das Schulzentrum von 2013 bis 2016 saniert und erweitert werden. Noch im Juli war im Ortsrat bei Beratung der Sanierungspläne von der Verwaltung kommuniziert worden, dass in der Umbauphase das Gymnasium innerhalb des Schulzentrums mehrfach umziehen solle, Haupt- und Realschule sollten zum Sommer 2013 vorübergehend ausziehen.
Nun hat die Stadtverwaltung umgeplant: „Für die vermutlich vier Jahre dauernde Bauzeit sollen die zehnten bis zwölften Klassen des Gymnasiums nach Westhagen ausgelagert werden“, heißt es weiter in der gestern verschickten Pressemitteilung der Schülersprecher Esther Grote-Levi, Maximilian Heinze und Alicia Wolf.
Votum der Vollversammlung
Wie Alicia Wolf im WN-Gespräch berichtete, hat nach den Informationsveranstaltungen von Verwaltung und Schulen am 11. Dezember eine Schülervollversammlung mit mehr als 800 Gymnasiasten stattgefunden. „Wir haben per Hammelsprung ermittelt, wie die Schüler über die Pläne denken“, erläuterte die Schülersprecherin. „Nur 26 Schüler waren für die teilweise Auslagerung des Gymnasiums.“
„Unser Schulleben und die soziale Struktur werden zerstört“, resümieren die Schülervertreter in ihrer nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit Lehrer- und Elternschaft verfassten Pressemitteilung. Das gute Sozialleben am Gymnasium würde leiden: „Hausaufgaben- und Ganztagsbetreuung für die unteren Klassen, Patenschaften zwischen ,Großen und Kleinen‘ und auch die Schülervertretung, die Streitschlichter, der Sanitätsdienst, die Betreuung der Bachpatenschaft Mühlenriede und vieles mehr – alles würde aufgrund der Entfernung zusammenbrechen, da alle Projekte aus Schülern der oberen Jahrgänge bestehen.“
Frank Meiner ist Vorsitzender der Elternvertretung am Gymnasium und berichtet, dass am 19. November von der Verwaltung zunächst die Schulleitung des Gymnasiums informiert worden sei, nachfolgend dann Kollegium und Schulzentrum. „Die Trennung einer Schulform stößt größtenteils auf Unverständnis. Wir hätten damit leben können, wenn das gesamte Gymnasium ausgelagert würde.“ Er setzt nun auf intensive Gespräche und hofft, dass noch Alternativen gefunden werden.
Doch da will Schuldezernentin Iris Bothe keine falschen Hoffnungen wecken: „Eine komplette Auslagerung des Gymnasiums mit über 1000 Schülern ist ausgeschlossen. Wir müssen eine Lösung finden, die für alle verträglich, aber auch wirtschaftlich ist.“ In den Vorplanungen sei „wünschenswert“ gewesen, keine Schulteilung vornehmen zu müssen. „Aber beim intensiven Einstieg in die Ausführungsplanung hat sich herausgestellt, dass andere Bauabläufe erforderlich sind. Ich bin sofort auf die Schule zugegangen, als das klar war.“ Die Verwaltung wolle im Januar eine Vorlage auf den Weg bringen, damit ein Ratsbeschluss noch vor den Osterferien möglich ist.


