Bisher kein Verkehrstoter und viel weniger Schwerverletzte
Fallersleben Aber die Zunahme der Alkohol-Unfälle trübt die vorläufige Bilanz 2012 für das Gebiet der Fallersleber Polizei.
Als „wirklich positiv“ beurteilt Polizeileiter Dieter Domeyer die Entwicklung der Verkehrsunfälle, was die schweren Folgen betrifft: „Wir hatten in diesem Jahr bisher keinen einzigen Verkehrstoten und nur vier Schwerverletzte.“ Im Vorjahr habe es dagegen noch 16 Schwerverletzte und auch deutlich mehr Leichtverletzte als in diesem Jahr gegeben. Die Gesamtunfallzahl liege auf Vorjahresniveau – 2011 gab es 720 Verkehrsunfälle.
Getrübt wurde die positive Entwicklung durch den schweren Unfall in der vorigen Woche, als eine junge Frau auf der Nordumgehung bei Sülfeld so schwer verletzt wurde, dass sie noch im künstlichen Koma liegt. „Die Unfallstelle muss man ins Auge fassen, was die Beschilderung betrifft“, kündigt Domeyer an. Mögliche Sichtbeeinträchtigungen müssten überprüft werden.
Sehr zufrieden ist der Fallersleber Polizeileiter mit der Entwicklung auf der Wolfsburger Landstraße, wo im April auf der Mittellinie Fahrbahnschwellen gegen das verbotene Linksabbiegen montiert worden waren. „Die Maßnahme hat etwas gebracht – seit August hatten wir dort keine Unfälle mehr.“
Noch verbessert werden soll nach Auskunft des Leiters der Polizeistation die Ausschilderung des neuen VW-Logistikzentrums im Gewerbegebiet Westrampe. Aktuell sei es so, dass langsame LKW auf der Suche nach dem Zentrum bereits in Höhe des Fitnessstudios zum Verkehrshindernis würden.
Als „schwarzen Fleck“ in der Entwicklung der Verkehrsstatistik bezeichnet Domeyer die zunehmenden Unfälle unter Alkohol. „Damit hatten wir bisher in Fallersleben nicht das ganz große Problem.“ 2011 hatte es nur noch sieben Trunkenheits-Unfälle gegeben, doch der Rückgang habe sich leider nicht fortgesetzt – die Zahl habe sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt.
