Erster Wechsel von Kinder- in Jugendfeuerwehr
Heiligendorf Die Weihnachtsfeier wurde zur Bilanz nach einem Jahr von Wolfsburgs erster Kinderfeuerwehr in Heiligendorf genutzt.
Ein Jahr Kinderfeuerwehr Hasenwinkel: „Wir sind sehr zufrieden und blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück“, freute sich in seiner Bilanz Kinderfeuerwehrwart Tobias Schmidt während der Weihnachtsfeier der Wehr am Mittwoch im St.-Adrian-Gemeindehaus.
22 Kinder ab sechs Jahren besuchen seit dem 1. Januar 2012 alle 14 Tage mittwochs von 16 bis 17.30 Uhr die Kinderfeuerwehr im Heiligendorfer Feuerwehrhaus. „Am besten hat uns gefallen, als wir mal eine Kerze angezündet haben – aber da muss man sehr vorsichtig sein, das wissen wir“, erklärten die Brüder Aaron (8) und Joel (7) Reichelt. Die ersten Übungen mit dem Schlauch und das dazugehörige „Wasserspritzen“ hatten es Janina Kienel (9) angetan: „Das hat Spaß gemacht!“
Im Mittelpunkt des Unterrichts steht Brandschutzerziehung. Eigens dafür haben sich die Heiligendorfer ein „echtes“ Notruf-Telefon angeschafft. „Nur, wenn die Kinder auch wirklich die 112 wählen, klingelt es und ich gehe quasi als Feuerwehr dran“, erläutert Schmidt. Die Kinder müssen dann sagen, wer sie sind, wo es brennt, was passiert ist und dann auf weitere Fragen der Feuerwehr warten und nicht gleich auflegen. „Das klappt schon sehr gut“, lobt der Kinderfeuerwehrwart.
Doch auch der Spaß kam nicht zu kurz: So hatten die Jungen und Mädchen im Feuerwehrhaus übernachtet und eine Nachtwanderung unternommen, waren im Serengeti-Park und haben die Berufsfeuerwehr in der Dieselstraße besichtigt. „Im Februar besuchen wir mit den Kindern die Polizeiinspektion in der Heßlinger Straße, und vom 5. bis 7. Juli zelten wir auf dem Jugendzeltplatz in Almke“, verrät Schmidts Stellvertreterin Ina Brandes.
Höhepunkt der Weihnachtsfeier war die „Übergabe“ von Kilian Mrozek (10) an die Jugendfeuerwehr. Er ist seit September bei der Kinderfeuerwehr und könnte noch bis zum Alter von zwölf Jahren bleiben. „Aber mit zehn Jahren wollen die Kids unbedingt in die Jugend“, weiß Schmidt. So auch Kilian: „Ich finde alles bei der Feuerwehr toll: Ich habe jetzt meine eigene Uniform, und sobald ich kann, möchte ich die Jugendflamme ablegen.“

