Brückentag – Das große Tauschen
Wolfsburg Eine insgesamt positive Bilanz des Weihnachtsgeschäftes zieht der Wolfsburger Einzelhandel. Auch nach dem Fest ist viel los. Das hat mehrere Gründe.
Nach dem Konsum ist vor dem Konsum – auch in Wolfsburg, wo sich Porschestraße und Designer-Outlet einer hohen Kundenfrequenz erfreuen. Das liegt zum einen an den Brückentagen, die manche zum Shoppen nutzen. Zudem tauscht der ein oder andere sicher unpassende Geschenke um.
Auch ein großer Faktor: Gutscheine. Die erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, wie Matthias Lange, Sprecher des Einzelhandelsverbandes Wolfsburg bestätigt: „Gutscheine sind wieder im zweistelligen Bereich angestiegen. Das ist vor allem gut, weil es den Umtausch erspart.“ Auch im Designer Outlet Wolfsburg waren Gutscheine in diesem Weihnachtsgeschäft der Renner, neben Handtaschen und Schokolade. „Wir haben wieder eine Steigerung zum Vorjahr verzeichnet“, berichtet Sprecher Michael Ernst. „Und das, obwohl wir keine Unterhaltungselektronik führen, sondern vorrangig Textilien.“
Insgesamt lief es bei Textilien eher schlecht in der Vorweihnachtszeit. Als Grund dafür macht WKS-Chef Lange das Wetter verantwortlich. Auch beim Spielzeug sei es nicht so gut gelaufen. „Da sind die Leute eher bei ‚Schrei vor Glück‘ unterwegs“, sagt Lange und meint damit den Handel im Internet.
Multimedia gibt es in Wolfsburg in der City-Galerie. Hier sei der Heiligabend weit stärker gewesen als in den Vorjahren, berichtet Center-Manager Christian Polkow. „Viele Männer waren noch kurz vor Tore Schluss unterwegs.“ Darauf deute zumindest der gute Absatz in den Parfümerien hin. Der letzte Tag im Weihnachtsgeschäft habe die schwachen Wochen vorher ausgeglichen, so Polkow. „Wir hatten in diesem Dezember einfach wenig Verkaufstage.“
Auch in der City-Galerie haben viele Kunden Gutscheine besorgt, die eingetauscht werden wollen. Für einen guten Jahresabschluss könnte zudem der kommende Verkaufsoffene Sonntag sorgen. Zahlen lägen zwar noch nicht vor, so Polkow, aber aus Gesprächen mit den Händlern schließt er, dass das diesjährige Weihnachtsgeschäft mindestens so gut war wie im vergangenen Jahr. Und erfahrungsgemäß seien auch die Tage nach dem Fest gut für das Geschäft.


