Bekommt Wolfsburg bald eine zweite Eishalle?
Wolfsburg Wolfsburg könnte bald eine zweite Eishalle bekommen. Dem EHC würde das helfen – für die Stadtkasse allerdings wäre es ein Risiko für die Zukunft.
Wolfsburg könnte bald eine zweite Eishalle bekommen. Die CDU hat den Antrag auf den Bau einer weiteren Eishalle gestellt, die SPD steht dem Vorhaben grundsätzlich offen gegenüber. „Wolfsburg spielt in der Eishockey-Bundesliga und soll dort auch langfristig verbleiben“, so CDU-Ratsherr Thorsten Werner. Ein Schritt in diese Richtung sei eine gute Jugendarbeit, um sich den eigenen Nachwuchs heranzuziehen. SPD-Sportausschussmitglied Ingolf Viereck steht dem Antrag grundsätzlich positiv gegenüber. Auch die SPD liebäugelt schon seit längerem mit einer zweiten Eishalle.
Denn für den Eishockey-Nachwuchs wird es immer enger auf dem Eis. Sechs Nachwuchsmannschaften trainieren beim EHC, dazu kommen Eiskunstläufer, Hobbymannschaften und Wolfsburger, die sich am Wochenende gerne die Kufen unter die Füße schnallen. Der EHC hat Probleme, die von der DEL geforderten 180 Minuten Trainingszeit zu erfüllen. Und auch die Profis können nicht über soviel Trainingszeit verfügen, wie sie gerne möchten.
Die neue Halle soll nahe der heutigen Eisarena neben dem Badeland entstehen, heißt es im CDU-Antrag. Im Sommer hoffen die Christdemokraten auf Skater, die die Anlage nutzen.
Finanziell gesehen allerdings dürfte eine zweite Eishalle ein echtes Abenteuer werden. Schon heute schreibt die Eisarena rote Zahlen, rund 600 000 Euro steckt der Betreiber Stadtwerke jährlich in den Betrieb. Rund 250 000 Euro schießt die Stadt Wolfsburg für den Schulsport zu. Zudem ist eine Eishalle ein Dauerposten, den sich die Stadt in den Haushalt schreiben würde. Hohe Energie- und Instandhaltungskosten könnten die Stadtkasse auf Jahre belasten.
