Badeland feiert wieder Besucherrekord
Wolfsburg Bereits das vergangene Jahr war ein Rekord im Badeland – doch nun hat das Erlebnisbad noch einmal nachgelegt und einen besonderen Gast begrüßt.
Den 777 000. Besucher hat das Badeland gestern begrüßt. Ein Rekord, der selbst das bisher erfolgreichste Jahr 2011 in den Schatten stellt. Bis Jahresende rechnen die Betreiber mit 780 500 Gästen im Erlebnisbad.
Einen Gutschein samt Blumenstrauß überreichten Sportdezernent Thomas Muth, Badeland-Betriebsleiter Torsten Krier und die stellvertretende Betriebsleiterin Marion Kietz den Schnapszahl-Gästen. Reinhold Wahl und seinen Söhnen Enrik (6) und Danny (8). „Ich war so überrascht, dass ich glatt mein eigenes Alter vergessen habe“, schmunzelte der Gast, dessen Söhne aktiv zum Besucherrekord beigetragen hatten: sie machen beide Schwimmkurse im Badeland.
In Hinblick auf die Zukunft des mittlerweile fast elf Jahre alten Schwimmbades sagte Muth: „Wir hoffen, dass wir mit der kommenden Nachattraktivierung die Zahlen nicht nur erhalten, sondern noch ausbauen können.“ Geplant sind unter anderem ein Wellnesshaus mit besseren Umkleiden und einer eigenen Gastronomie. „Bei der Planung des Badelandes wurde der enorme Bedarf an Kursen nicht berücksichtigt“, bilanziert der Sportdezernent. Daher sei ein Kursbecken geplant.
Mit der wachsenden Konkurrenz aus Braunschweig – dort soll ein Erlebnisbad im Sommer 2013 öffnen – habe die Nachattraktivierung hingegen nicht zu tun, so Muth. „Das Badeland ist mittlerweile in die ‚Erlebniswelt-Jahre‘ gekommen. Das Bad in Braunschweig ist also höchstens ein Katalysator für den Ausbau hier, aber nicht die Triebfeder, die alles angestoßen hat.“ Allerdings wisse man, dass viele Badegäste aus Braunschweig kämen. „Um die werden wir kämpfen müssen.“
Schade sei laut Muth, dass die Politik sich gegen den Tauchturm entschieden hat. „Das wird Manchen noch leid tun, wenn andere die Idee umsetzen“, meint der Dezernent, denn der Turm habe das Potenzial, aus einem Umkreis von bis zu 300 Kilometer Sporttaucher anzuziehen. „Das ist eine eingeschworene Gemeinschaft und gerade in der kalten Jahreszeit bevorzugen viele einen beheizten Tauchturm“, meint Muth, der auch selbst den Tauchsport als Hobby pflegt.
Viele Tauchgäste kämen für das ganze Wochenende, denn ab einer bestimmten Tauchtiefe seien nur noch zwei Tauchgänge am Tag erlaubt. „Davon profitiert die ganze Stadt“, ist sich Muth sicher.
Allerdings habe er selbst nicht genug für das Projekt gekämpft, sagt der Sportdezernent. „Ich bin selbst Taucher und da besteht in der Politik die Gefahr, dass unterstellt wird, ich sei befangen“, meint Muth. „Daher habe ich mich bei diesem Thema zurückgehalten.“ Einen Seitenhieb kann der Sportdezernent sich dennoch nicht verkneifen. „Wegen einer Inlineskaterbahn wird keiner 200 Kilometer weit fahren. Wegen einem Tauchturm kommen die Leute noch von viel weiter her.“ Einer der wenigen Türme mit einer vergleichbaren Tiefe wie der, den Muth sich vorstellt, steht in Brüssel – auch der Wolfsburger Dezernent nimmt die Reise oft in Kauf, um dort seinem Hobby nachgehen zu können.



