Alphörner, Goaßlschnalzer und Schuhplattlern
Wolfsburg Seit Samstag läuft auch die Wintermarkt-Gaudi in der Autostadt. Zum Auftakt der Winterinszenierung kamen mehr als 30.000 Besucher.
Der Tuba-Spieler trägt Handschuhe. Ist ja auch recht kalt am Samstagnachmittag in der Autostadt. Glühwein- und Punsch wetter, damit wärmen sich viele Besucher der Winterinszenierung auf.
Die „alpenländischen“ Musikanten in Lederhosen, die sich vor dem Kaminhaus Alpenglück platziert haben, halten sich durchs Spielen warm. Und ihre Zuhörer ringsum, deren Zahl wird größer und größer, sie wärmen sich gefühlsmäßig auf. Alphornbläser, Goaßlschnalzer, das sind die mit den knallenden Peitschen, sowie Schuhplattler-Tänzer befeuern danach die Stimmung.
Aus Thüringen sind Horst und Ursula Schade angereist. „Einige unserer Kinder leben und arbeiten in Wolfsburg. Die besuchen wir im Advent und gehen mit den Enkeln zur Winterinszenierung in die Autostadt.“ Am Samstag haben sie vier der Enkel im Schlepptau, zwei aus Wolfsburg, zwei hatten sie aus Erfurt mitgebracht. Während die Großeltern an den Hütten vorbei schlendern, vergnügen sich Josefine (10), Celine (8), Laura (8) und Adrian (5) im Schneeparadies. Dort stehen Schaufeln und Schneeschieber hoch im Kurs. Damit werden Schneeberge aufgehäuft, ausgehöhlt oder abgetragen. Auch beim Iglu-Bau sind die jungen Besucher emsig am Werk.
Eifrig Fotos machen die Erwachsenen von der riesigen geschmückten Tanne. In einem Fall sogar verbunden mit dem Stoßseufzer, „Schade, dass ich die nicht mit nach Hause nehmen kann.“ Annemarie Freitag testet an einer der Hütten einen Stoffpinguin. Eigentlich ist sie Teddybär-Fan, aber das kleine, kuschlige Etwas hat es ihr angetan. Zum Kauf kann sie sich nicht entschließen. „Es ist ja bald Nikolaustag“, sagt die Wolfsburgerin mit Seitenblick auf ihren Ehemann Klaus.
An den dampfenden Glühweinbechern wärmen sich die Wolfsburger Ursula und Franz Lakotta die Hände. Was sie von der Winterinszenierung halten? „Hervorragend“, sagt das Ehepaar spontan. „Es herrscht eine gemütliche Atmosphäre, und es ist alles sehr konzentriert aufgebaut, es braucht keine langen Wege.“
Wie Autostadt-Pressesprecherin Viola Janz am Sonntagabend berichtete, seien am Auftakt-Wochenende mehr als 30.000 Besucher zur Winterinszenierung gekommen.



