Wolfenbütteler Dokumente zur Pressefreiheit
Wolfenbüttel Ein erster Blick auf das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel für das Jahr 2013.
Schon im November wusste Professor Dr. Helwig Schmidt-Glintzer in einem Vorwort zu den zahlreichen Veranstaltungen in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel im Jahr 2013: „Das Jahr 2013 ist seit langem verplant durch Jubiläen und weitere Ankündigungen. Und doch wird es viel Neues bringen.“
Der HAB-Direktor blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir sind zuversichtlich, dass nach dem Abschluss des Evaluationsverfahrens durch den Wissenschaftsrat das Land Niedersachsen als unser Träger und das Forschungsministerium des Bundes zügig die notwendigen Schritte zur Sicherung der erreichten Standards unternehmen. Dieses hat eine personelle Seite, denn auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften beginnt sich ein Fachkräftemangel abzuzeichnen; es hat nicht zuletzt aber auch eine strukturelle Seite, denn die zunehmend durch elektronische Kommunikation geprägte Wissenschaft muss ihre Haltung zur Überlieferung überdenken und dabei eigene Standards suchen und verabreden. Dabei bleibt der Standort Wolfenbüttel mit seinem Forschungsmilieu im Zentrum unserer Bemühungen.“
Zur Sicherung des Standortes Wolfenbüttel tragen auch zwei Bauten bei, die 2013 von der Bibliothek genutzt werden können: das sanierte Anna-Vorwerk-Haus am Schlossplatz sowie das neue Medienmagazin an der Lessingstraße. Ein Verbindungsbau mit Lesesaal und Fotowerkstatt vom Magazin wird später als Brücke zur Bibliotheca Augusta gebaut. Schmidt-Glintzer: „Wir versprechen uns davon eine zeitnahe und zugleich die Bestände schonende Bereitstellung des Altbestandes für unsere Nutzer.“
Der Bibliotheksdirektor weist zudem auf ein weiteres großes Projekt hin: „Im Laufe des Jahres werden auch die großen Archive in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel näher zusammenrücken und einen Forschungsverbund konzipieren, der die nächsten Jahre aus Mitteln des Bundes finanziert werden soll.“
2013 wird es an der Herzog-August-Bibliothek wieder zahlreiche Veranstaltungen geben. So wird es unter dem Titel .Ein Spiegel der Welt“ eine Ausstellung über Künstlerbücher aus New York geben.
Dem Thema „Rosenkränze und Seelengärten – Bildung und Frömmigkeit in niedersächsischen Frauenklöstern“ ist eine weitere Ausstellung gewidmet. Es wird auch wieder zahlreiche Vorträge geben unter anderem von Professor Dr. Lothar Jordan aus Dresden über Wolfenbütteler Dokumente zum Ursprung der Pressefreiheit.
In der Reihe Werkstattgespräche wird der ehemalige stellvertretende Bibliotheksdirektor Dr. Werner Arnold über die „Finanzierung der Bibliotheca Augusta im 17. Jahrhundert“ sprechen.
Auch mehrere Tagungen sind vorgesehen, unter anderem von der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte.
Und gefeiert wird auch. Zum einen die Eröffnung der beiden Gebäude, zum anderen gibt es am 23. Juni ein großes Sommerfest.
Und eine Ausstellung geht ab 1. September sogar bis ins Jahr 2014. Sie trägt den Titel „Wurzel, Stamm, Krone: Fürstliche Genealogie in frühneuzeitlichen Druckwerken.“
Das gesamte Programm ist auf der Homepage der HAB zu finden.

