Trägerverein für Schladener Bad startet zum 1. Januar 2013
Wolfenbüttel Mit einem Drei-Säulen-Modell soll das Schladener Naturbad dauerhaft erhalten bleiben. Den Weg dafür ebnete SPD und CDU im Gemeinderat.
Die Fraktionsvorsitzenden Michael Hausmann (SPD) und Karl-Jürgen Heldt (CDU) sprachen von einer wichtigen Entscheidung. Und die sieht so aus: Die Gemeinde schließt einen Vertrag mit dem noch zu gründenden Trägerverein. „Wir überlassen das Bad kostenlos“, erläuterte Gemeindedirektor Andreas Memmert. Der Trägerverein wird laut Satzung den einzigen Zweck haben, das Bad zu betreiben.
Gefördert wird die beliebte Freizeiteinrichtung weiterhin vom Förderverein. Diesem gewährt die Kommune im nächsten Jahr einen Zuschuss von 50 000 Euro. In den Folgejahren wird die Summe dann von der Einheitsgemeinde Schladen-Werla ausgezahlt, welche die Budgethoheit der ehemaligen Mitgliedsgemeinden erhält.
Memmert sprach von einer innovativen Lösung. Als Vorbild habe das Modell Hornburg gedient. Dort werde das Bad inzwischen erfolgreich von einem Trägerverein betrieben und von einem Förderverein unterstützt. Auch in Schladen seien sehr viele Menschen frühzeitig in die Pläne mit einbezogen worden.
Nach Auskunft von Bürgermeister Heinz-Jürgen Wiechens soll der Trägerverein noch in diesem Jahr gegründet werden und seine Arbeit zum 1. Januar 2013 aufnehmen. Neun Personen hätten sich bereiterklärt, den Verein zu gründen: neben Wiechens seien dies Ingo Ahrens, Wolfgang Hattwig, Martin Weidner, Ingrid Meinecke, Ralf Zydek, Jürgen Warnecke, Ingeborg Jeschke und Olaf Grüne.
SPD-Fraktionschef Hausmann sprach von einem sehr guten Tag für die Gemeinde und das Bad. Die Kommune löse eine Vorgabe des Zukunftsvertrags ein und schaffe es, den Badeteich dauerhaft zu erhalten. Hausmann rief die Schladener auf, dem Förderverein beizutreten und ihn finanziell zu unterstützen.
CDU-Fraktionschef Heldt erinnerte daran, dass seine Fraktion erste Überlegungen zur Zukunft des Freibads bereits vor etwa neun Jahren angestellt habe. Er lobte die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit und plädierte: „Nun müssen alle mit anfassen.“ Zu der kreativen Lösung sei die Kommune durch das öffentliche und kommunale Recht gezwungen worden.

