Memmert: 2013 muss weiter gespart werden
Schladen 2012 war für die Samtgemeinde Schladen ein ereignisreiches Jahr – 2013 wird dem in nichts nachstehen. Das meint Verwaltungschef Andreas Memmert.
Beispiel Einheitsgemeinde: Im September nächsten Jahres haben die Bürger die Wahl. Sie bestimmen, welche Kommunalpolitiker in die verkleinerten Räte der neuen Gemeinde Schladen-Werla einziehen sollen. Ferner wählen sie einen Gemeindebürgermeister. Beide Abstimmungen erfolgen parallel zur Bundestagswahl. Zum 1. November dann ist die Samtgemeinde Geschichte.
Vom Zukunftsvertrag mit dem Land habe Schladen stark profitiert, meint Memmert. Die Kommune sei nach langer Durststrecke finanziell wieder gut aufgestellt. „Die Haushalte der Samtgemeinde und aller Mitgliedsgemeinden haben zusammengefasst ein Plus von gut 500 000 Euro erbracht.“ Der Bürgermeister rechnet auch für das nächste Jahr mit einem leichten Überschuss.
„Zudem konnten wir weitere Restschulden abbauen. Diese belaufen sich auf nur noch auf 4,2 Millionen Euro. Das ist außergewöhnlich gut.“ Hierzu beigetragen hätte alle Ratsmitglieder, Einwohner, Vereine und Verbände und die Verwaltung. Memmert: „Herzlichen Dank dafür. Es muss jedoch weiter strikt gespart werden, damit die Entwicklung weiter so gut verläuft.“
Als eine der anstehenden Herausforderungen bezeichnet er das Pilotprojekt Bürgerbusverein, das die Mobilität in der Kommune verbessern soll. „Bisher haben sich 17 engagierte Menschen als Fahrer gemeldet und fast 30 Personen, die den Verein unterstützen wollen.“ Der Bürgermeister würdigt zudem das große Engagement der Verkehrsbetriebe Bachstein für das Vorhaben. Und er hofft darauf, dass sich weitere Unterstützer finden. Dies gelte im Übrigen auch für die beiden Freibäder in Schladen und Hornburg. In Schladen ist inzwischen ebenfalls ein Trägerverein gegründet worden.
Mitte Januar will die Verwaltung den Auftrag erteilen, die Straßenbeleuchtung in allen Orten der Samtgemeinde auf energiesparende LED-Technik umzustellen. Memmert: „Der Bund fördert das Projekt mit rund 140 000 Euro bei Gesamtkosten von rund 430 000 Euro. Mit Einrechnung des Kapitaldienstes sparen wir dadurch rund 69 000 Euro jährlich.“
Zum Schuljahr 2013/2014 werde an der Clemens-Schule in Hornburg der Ganztagsbetrieb eingeführt. Samtgemeinderat, Gesamtkonferenz und der Schulvorstand hätten dies in diesem Jahr beschlossen.
Ein weiteres wichtiges Thema wird die Windenergie bleiben. Wie berichtet, hatten sich alle Räte einstimmig für ein so genanntes Eignungsgebiet ausgesprochen. „Im Rahmen dieses Gebiets könnten die Kommunalparlamente die Planungen konkretisieren.“ Falls das Gebiet nicht ausgewiesen werde, hätten sich alle Räte für den südlichen Bereich Schladen-Beuchte ausgesprochen. Laut Memmert wird der Zweckverband Großraum Braunschweig sämtliche Gebiete vermutlich Ende 2013 ausweisen.
Im Rückblick dankt der Bürgermeister allen Menschen, die sich für das Gemeinwohl engagiert haben. Er erinnert an den Neubau des abgebrannten Hornburger Kindergartens, die Eröffnung des Landschafts- und Archäologieparks Kaiserpfalz Werla sowie den Kinderhilfsfonds der Samtgemeinde. Dieser habe 8000 Euro an bedürftige Familien ausgeschüttet. Memmert: „Wir helfen schnell und unbürokratisch.“



