Nur Unternehmer in Balance können erfolgreich sein
Wolfenbüttel Wissen allein reicht nicht aus, um ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Wie man’s wird, erklärte Professor Jochen Röpke.
Wie macht man aus einem Routine-Unternehmer einen exzellenten Unternehmer? Diese Frage stellte Professor Reza Asghari, der das Entrepreneurship-Center in Wolfenbüttel leitet, seinem Gast Professor Jochen Röpke von der Philipps-Universität in Marburg.
Mitarbeiter und Studenten des Zentrums für Existenzgründer waren gespannt. Röpke zeigte ihnen eine Zeichnung, die folgendes Bild enthielt: Körper und Geist standen oben links und rechts, Emotion und Seele standen unten links und rechts. In der Mitte befand sich eine unendliche Spirale aufwärts.
Nur wenn Körper, Geist, Emotion und Seele im Einklang sind, können Unternehmungen jeglicher Art gelingen. Röpke, der selbst bei Friedrich August von Hayek, einem österreichischen Ökonomen und Sozialphilosophen studiert hat, ermahnte die Studenten daher, keine Fachidioten zu werden.
Wenn Unternehmen keinen Erfolg hätten, liege es meist nicht am Wissen der Unternehmer, sondern an ihrer Visionslosigkeit. „Wo wollen Sie in 20 Jahren stehen? Was ist ihr Lebensziel?“ Diese Fragen stellte Röpke in den Raum.
Wenn sich die Unternehmer bewusstmachen würden, wo ihre Stärken und wo ihre Schwächen seien, kämen sie dem Erfolg schon einen gewaltigen Schritt näher. Sich seiner Inkompetenz bewusstzuwerden, sei der erste Schritt. Er führe zu bewusster Kompetenz. Wer an dieser Stelle aber über sich sage: „Ich bin so gut, besser geht es nicht mehr, der läuft in eine Entwicklungsfalle.
Erkannt hat Röpke auch, dass es im Unternehmertum derzeit riesige Nachfolgeprobleme gebe. Deshalb hat er die Initiative „Older Preneur“, „älterer Unternehmer“ gegründet. Die Initiative wendet sich an Menschen im Alter von 55 plus. Jeder könne immer wieder im Leben die Initiative ergreifen und Unternehmer werden.
