Kostümbildnerin Radowski erhielt Preis für Theaterprojekt
Wolfenbüttel Claudia Radowski wurde in Nordrhein-Westfalen mit einem Kulturpreis ausgezeichnet. Die Wolfenbüttelerin arbeitet als Kostümdesignerin.
Stolz berichtet Claudia Radowski von ihrem jüngsten Erfolg. Gemeinsam mit dem Team der Opernwerkstatt am Rhein wurde die gebürtige Wolfenbüttelerin mit dem Preis „Kultur prägt“, des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Die 30-Jährige arbeitet als freiberufliche Kostüm- und Bühnenbildnerin in Bonn. Mit der Opernwerkstatt stellte sie ein Theaterprojekt für Schulen auf die Beine. „Das Leben ist eine Bushaltestelle“ heißt das Stück. Die Aufführung habe das Theaterteam gemeinsam mit der fünften Jahrgangsstufe einer Schule in Bergheim erarbeitet. Radowski berichtet von den vielen kleinen Szenen, die Theaterprofis und Schüler gemeinsam gestalteten. Zwei Wochen hätten die Proben gedauert. Die Schüler hätten in kleinen Gruppen gearbeitet.
Das Theaterstück gebe nur einen Rahmen vor, in dem die Schüler Ideen entfalten könnten.
„Den Preis haben wir bekommen, weil wir mit den Schülern etwas ganz besonderes gemacht haben. Die ganze Jahrgangsstufe konnte mit machen und die Schüler haben erlebt, dass sich konstante Arbeit lohnt und dass ihre Ideen wichtig sind“, sagt die Bühnenbildnerin.
Das habe das Selbstwertgefühl der Schüler gestärkt. „Wir haben verschworene Cliquen aufgebrochen. Die Kinder sind aus ihren gewohnten Rollen herausgekommen“, schwärmt sie von den Wirkungen des ungewöhnlichen Theaterprojekts.
Den Preis überreichte Nordrhein-Westfalens Ministerin Ute Schäfer. Die Künstler hätten mit großem Engagement dazu beigetragen, die kulturelle Bildung der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Sie ermöglichten ihnen bessere Bildungschancen“, heißt es in der Laudatio.
Claudia Radowski besuchte in Wolfenbüttel die Große Schule. Nach dem Fachabitur studierte sie in Hannover Kostümdesign und übernahm Assistenzen bei Theatern und bei Filmproduktionen. Seit 2008 ist sie selbstständig tätig.
