Kein Fracking, da Wintershall verzichtet
Kreis Wolfenbüttel Die Ile-Gemeinden wollen gemeinsam handeln.
. Die Wintershall Holding GmbH hat ihre Aufsuchungserlaubnis auf Kohlenwasserstoffe (Erdöl/Erdgas) für das etwa 820 Quadratkilometer große Feld „Wolfenbüttel“ an das Landesamt für Bergbau (LBEG) zurückgegeben. Seit März 2009 hatte das Kasseler Unternehmen gemeinsam mit dem US-amerikanischen Ölkonzern Devon Energy in dem Feld die Möglichkeit, nach Erdgasvorkommen zu suchen. Das hatte in Wolfenbüttel zu Protesten geführt, da das dazu verwendete Fracking-Verfahren, bei dem giftige Chemikalien in den Boden eingebracht werden, umstritten ist.
Resolution verabschiedet
Der Rat der Stadt hatte eine Resolution gegen Fracking verabschiedet. Diese hatten auch die anderen vom Wolfenbüttel-Feld betroffenen Ile-Gemeinden übernommen. Gemeinsam wolle man nun Ende März/Anfang April nach Lösungen suchen, damit nicht andere Unternehmen nun Untersuchungen für das Feld Wolfenbüttel beantragen, berichtete Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink. Ile-Sprecher Andreas Memmert, gleichzeitig Samtgemeindebürgermeister von Schladen, meinte: „Fracking ist die schlimmste Erkundungsmethode, die es gibt. Wir werden alles tun, auch im Hinblick auf die Asse, dass keine weiteren Erkundungen hier stattfinden. Da ziehen wir an einem Strang.“
Nicht wirtschaftlich genug
Nach Auswertung geowissenschaftlicher Daten sah Wintershall das örtliche Erdgaspotenzial als nicht ausreichend für weitere Erkundungsmaßnahmen an.

