Jobcenter ist in schickere Räume umgezogen
Wolfenbüttel Das Wolfenbütteler Jobcenter ist Richtung Innenstadt umgezogen. Für viele Hartz-IV-Empfänger werden die Wege dadurch kürzer.
Der Empfang ist freundlich. Wer in der Eingangshalle des ehemaligen Wobau-Gebäudes an der Goslarschen Straße steht und sich suchend umschaut, wird von Mitarbeitern gefragt, wohin er will, und bekommt den Weg gewiesen. Andererseits kommen viele Kunden mit Zetteln in der Hand und fragen nach den Räumen, in denen sie Gesprächstermine haben.
Vier Tage nach dem Umzug vom Exer an die Goslarsche Straße ist vieles noch neu. „Wir haben Lotsen eingesetzt, um die Orientierung zu erleichtern“, sagt Jobcenter-Geschäftsführer Thomas Vogel.
Fast reibungslos sei der Umzug vom Exer an die Goslarsche Straße abgelaufen, berichtet er. Nicht alles habe geklappt, wie geplant, aber dank einiger Improvisationen sei der Umzug größtenteils binnen drei Tagen über die Bühne gegangen.
Der neue Standort ist deutlich schicker als der alte. Das fällt gleich auf, wenn man die große Eingangshalle betritt. Vogel weiß, dass es Kritik am Umzug in den ehemaligen Firmensitz der Wolfenbütteler Baugesellschaft (Wobau) gab. Man werfe das Geld für einen Prachtbau zum Fenster raus, habe er zu hören bekommen. Der Geschäftsführer weist die Kritik von sich: „Es ist hell und freundlich. Das ist auch eine Wertschätzung den Kunden gegenüber. Man muss sich ja nicht in eine Baracke zurückziehen.“ Und die Gebäude ließen sich funktional gut nutzen.
Ein weiterer Vorteil: Das Jobcenter ist nun näher an die Innenstadt gerückt. Sieben bis acht Minuten ist man zu Fuß vom Bahnhof bis zum Gebäude an der Goslarschen Straße 33 unterwegs. Zum alten Standort am Exer habe man aus der Innenstadt mit dem Bus fahren müssen.
Auch einige der Arbeitslosen wissen das zu schätzen: „Das ist hier nicht so schwierig zu erreichen“, sagt beispielsweise Senol Aksoy, der in der Wartezone des Neukundenbereichs sitzt. Ab 14. Dezember sei das Jobcenter für ihn zuständig, sagt er. Und sein Eindruck sei positiv. „Das ist freundlich hier. Und wenn man selbst freundlich ist, sind auch die Leute freundlich.“



