Im Jobcenter sorgt Licht für freundliche Atmosphäre
Wolfenbüttel Nach dem Umzug an die Goslarsche Straße ist die Einrichtung für Arbeitslose besser zu erreichen
Der Empfang ist freundlich. Wer die neue Eingangshalle des Jobcenters an der Goslarschen Straße betritt und sich suchend umschaut, wird schnell von einem Mitarbeiter angesprochen und gefragt, wohin er will. Dann bekommt er den Weg gewiesen.
Und die Arbeitslosen, die ins Jobcenter kommen, haben Erklärungsbedarf. Viele stehen suchend mit einem Zettel in der Hand und fragen nach Räumen, in denen sie Gesprächstermine haben.
Vier Tage nach dem Umzug vom Exer ins ehemalige Verwaltungsgebäude der Wolfenbütteler Baugesellschaft (Wobau) müssen die Jobcenter-Kunden zunächst den Weg finden. „Wir haben Lotsen eingesetzt, um die Orientierung zu erleichtern“, sagt Jobcenter-Geschäftsführer Thomas Vogel.
Fast reibungslos sei der Umzug vom Exer an die Goslarsche Straße abgelaufen, berichtet er. Nicht alles habe geklappt, wie geplant, aber dank einiger Improvisationen sei der Umzug größtenteils binnen drei Tagen über die Bühne gegangen.
Gleich am ersten Umzugstag sei die EDV-Anlage stillgelegt worden. Von da an sei es kaum noch möglich gewesen, zu arbeiten. Trotzdem habe ein Notdienst sich um Leistungsempfänger gekümmert, die akute Versorgungsprobleme hatten.
In den Büros stehen noch Umzugskisten. Und auch der Geldautomat sei noch nicht installiert, sagt Vogel. Heute soll das geschehen. Das Terminal sei für den Service wichtig: „Es ist gut, wenn man einem Kunden sagen kann: Das Problem ist erledigt, Sie können das Geld gleich mitnehmen.“
Der neue Standort ist deutlich schicker als der alte. Das fällt gleich auf, wenn man die große Eingangshalle betritt. Vogel weiß, dass es Kritik am Umzug in den ehemaligen Firmensitz der Wobau gab. Man werfe das Geld für einen Prachtbau zum Fenster raus, habe er zu hören bekommen. Der Geschäftsführer weist die Kritik von sich: „Es ist hell und freundlich. Das ist auch eine Wertschätzung den Kunden gegenüber. Man muss sich ja nicht in eine Baracke zurückziehen.“ Und die Gebäude ließen sich funktional gut nutzen.
Für die Arbeitslosen, die man betreue, sei es nun angenehmer. Vogel: „Dass es Wartezeiten gibt, kann man nicht verhindern. Aber nun gibt es Wartebereiche. Und viel freundlicher kann man sie kaum gestalten.“
Vogel hofft, dass sich das auf den Umgang zwischen Mitarbeitern und Arbeitslosen auswirkt: „Vielleicht gibt es hier weniger Aggressivität.“
Ein weiterer Vorteil: Das Jobcenter ist nun näher an die Innenstadt gerückt. Sieben bis acht Minuten ist man zu Fuß vom Bahnhof bis zum Gebäude an der Goslarschen Straße 33 unterwegs. Zum alten Standort am Exer habe man aus der Innenstadt mit dem Bus fahren müssen.
Auch einige der Arbeitslosen wissen das zu schätzen: „Das ist hier nicht so schwierig zu erreichen“, sagt beispielsweise Senol Aksoy, der in der Wartezone des Neukundenbereichs sitzt. Seit 14. Dezember sei das Jobcenter für ihn zuständig, sagt er. Und sein Eindruck sei positiv. „Das ist freundlich hier. Und wenn man selbst freundlich ist, sind auch die Leute freundlich.“

