Heinz Bosse ist gefunden worden
Wolfenbüttel „Heinz Bosse lebt heute mit seiner Frau in Nordrhein-Westfalen.“ Das hat Karl-Heinz Bosse aus Klein Denkte am Wochenende herausgefunden.
Dieses Ergebnis hat er schon an Corinne Potter nach Großbritannien gemailt.
Es war ein Zufall, dass Karl-Heinz Bosse Post von Corinne Potter erhalten hatte. Die 62-Jährige war auf der Suche nach Heinz Bosse aus Wolfenbüttel. Im Internet fand sie den Namen Karl-Heinz Bosse aus Klein Denkte, einen Namensvetter.
Der wiederum war hilfsbereit, telefonierte alle Bosses in und um Wolfenbüttel durch und wandte sich schließlich an unsere Zeitung. Nach unserem Zeitungsartikel am Samstag, stand bei Karl-Heinz Bosse das Telefon nicht mehr still.
Nachbarn aus der Schlegelstraße, wo der gesuchte Heinz Bosse einst wohnte, riefen an. Es meldeten sich ehemalige Sangesbrüder, Jugendfreunde, ein Schwager, ein Neffe und ein Ehepaar aus Wolfenbüttel, mit dem die Bosses noch heute freundschaftliche Kontakte pflegen.
„Ich glaube, ich weiß inzwischen mehr über die Familie Bosse, als über meine eigene Verwandtschaft“, sagt Karl-Heinz Bosse mit einem Augenzwinkern. Unterdessen hat er die Adresse und die Telefonnummer von Heinz Bosse an die englische Familie weitergeleitet.
Heinz Bosse sei im Zweiten Weltkrieg als 16-Jähriger am Westwall in Frankreich eingesetzt gewesen, später als Panzerfahrer in England. Dort sei er für drei Jahre in Kriegsgefangenschaft geraten. Zu Weihnachten seien die deutschen Soldaten zu englischen Familien eingeladen worden. Zu zwei Familien bestehe noch Kontakt, nur zu der Familie Gardener/Potter sei der Kontakt unterbrochen worden, erzählt Karl-Heinz Bosse.
Auch die Mühle auf der Zeichnung von Heinz Bosse sei erkannt worden. Sie habe nicht bei Dettum, sondern bei Ahlum gestanden. Ausführliches zur Geschichte der Ahlumer Mühle finden Interessenten in der Heimatstube von Ahlum. Unterdessen hat Heinz Bosse in der Redaktion der Wolfenbütteler Zeitung angerufen und sich im Namen der englischen Familie bei den Anrufern bedankt.

