Halteverbotsschild wurde einfach nur vergessen
Wolfenbüttel Ein Halteverbotsschild an der Bundesstraße 1 in Klein Schöppenstedt in Fahrtrichtung Helmstedt ist Hans-Peter Thesen ein Dorn im Auge.
Dabei hat er dieses nach eigenen Angaben doch vor Jahren selbst gefordert. Nach dem Um- und Ausbau der Straße aber sagt er: „Wenn ich mich verkehrsgerecht nach Vorgabe des Schildes verhalte, kann ich dort also auch schon in Höhe der Mittelinsel meinen Pkw zum Parken abstellen.“
Dem aber ist mitnichten so, wie der Leiter der zuständigen Straßenmeisterei Schöppenstedt, Gerald Marx, erklärt: „Im Bereich von Fahrbahneinengungen dürfen Autofahrer ohnehin nicht halten, weil sie den Verkehr behindern.“ Nach Ansicht der Behörde ist das Schild an dieser Stelle vielmehr entbehrlich. „Es ist lediglich vergessen worden, es nach dem Ausbau der B 1 zu entfernen.“
Mit diesem Tenor sei eine entsprechende Stellungnahme auch an den Landkreis Wolfenbüttel gegangen. Ebenfalls zu dem Schild geäußert hat sich die Polizei Cremlingen, wie der Leiter der Polizeistation Bernd Schuchardt auf Nachfrage deutlich macht. „Auch wir glauben, dass das Schild an dieser Stelle nicht stehen muss, da es hier ohnehin viele indirekte Halteverbote durch Einfahrten und abgesenkte Bordsteine gibt.“
Nach Meinung der Polizei sollte es – ohne den Lkw-Zusatz – in Richtung der Straße Am Weinberg versetzt werden. Schuchardt: „Hier wird das Sichtdreieck für Autofahrer, die von der Neben- auf die Hauptstraße wollen, durch haltende Fahrzeuge eingeschränkt.“
Dieser Grund, so betont Thesen, war seinerzeit auch Intention für sein Anliegen, hier überhaupt ein solches Schild zu fordern – für alle Fahrzeuge und nicht nur für Lastkraftwagen.
Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises. Allerdings verzögert sich diese, weil die zuständige Mitarbeiterin erkrankt ist, wie Pressesprecherin Kornelia Vogt auf Nachfrage erklärt. Dennoch sei eine Entscheidung noch vor den Weihnachtsfeiertagen zu erwarten. Wir werden entsprechend berichten.

