Dank dem Personal des Städtischen Klinikums
Zur Berichterstattung über das Wolfenbütteler Klinikum:
Wenige Tage vor Weihnachten wurde ich notfallmäßig ins Klinikum Wolfenbüttel eingewiesen, wo ich dann auch die Feiertage verbringen musste. Für die Mitarbeiter des Klinikums gab es in dieser Zeit fünf aufeinanderfolgende Arbeitstage, die sie, bei etwa gleichbleibender Arbeitsbelastung, mit nur halber Besetzung meistern mussten (das 4. Adventswochenende, Heiligabend und die Weihnachtstage).
Ich war angenehm überrascht, dass ich trotzdem stets freundlich, kompetent und schnell versorgt wurde, denn das Arbeitspensum jedes Mitarbeiters war enorm hoch. Man kann nur hoffen, dass sich auch in Zukunft Menschen finden, die bereit sind, diesen Stress auf sich zu nehmen.
Zu bemängeln gab es nur, dass jeden Tag aufs Neue detailliert die Speisewünsche erfragt wurden, wodurch das Haus zwar einen Hotelcharakter bekommt, aber dem Pflegepersonal viel Zeit verloren ging. Meines Erachtens hätte die Zeit eher für das Abwischen der Nachtische oder auch gegebenenfalls für den Bettwäschewechsel genutzt werden können. Doch auf diese angeordneten Gepflogenheiten des Hauses hat das Personal auf Station leider nur wenig Einfluss.
Schade ist, dass das Krankenhaus jährlich hohen Gewinn erwirtschaftet, wie es stolz berichtet. Dieser sollte für mehr Personal eingesetzt werden. Das Personal bliebe auch langfristig motiviert und arbeitsfähig, die Hygienevorschriften könnten noch besser eingehalten werden, und für Serviceleistungen wie in Hotels wäre gesorgt, was Patienten und Besucher erfreute – und dann wohl auch die Geschäftsleitung.
Ursel Dettmann, Groß Denkte