Gemeinsamer Bauhof wird nun doch abgewickelt
Cremlingen Der Kommunale Wirtschaftsbetrieb Cremlingen-Lehre (KWCL) soll nur noch bis Ende des nächsten Jahres Bestand haben.
Darin sind sich zumindest die Bürgermeister Günter Eichenlaub aus Cremlingen und Klaus Westphal aus Lehre einig, wie ersterer gestern auf Nachfrage deutlich machte. Gleichwohl betonte Eichenlaub: „Beschlossene Sache ist das allerdings noch nicht.“
Zunächst sei im Januar eine gemeinsame Sitzung der nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschüsse der Gemeinde geplant. Danach müssten noch die Räte entscheiden. Aber: „Wir wollen schließen.“
Angedeutet hatte sich diese Entwicklung bereits seit Monaten. Zuletzt hatten wir im Juli unter der Überschrift „Gemeinsamer Bauhof vor dem Aus?“ über das Schwanken des Projektes berichtet. Seit der Gründung vor fünf Jahren hatte der KWCL im Schnitt ein jährliches Minus von rund 35 000 Euro verzeichnet.
Ausgleichen mussten dies immer beide Gemeinden jeweils zur Hälfte – unabhängig davon, ob eine Kommune beispielsweise durch Kürzungen tatsächlich einen höheren Anteil an den Verlusten hatte. Diese Auftragskürzungen waren es schließlich auch, so Eichenlaub, die dem KWCL das Genick gebrochen hätten. „Die Idee an sich ist nämlich nach wie vor gut.“
Hinzu kamen hohe Personalkosten für 13 Mitarbeiter. Diese sollen die Gemeinden jeweils wieder zurücknehmen und bei sich einsetzen – „sinnvoll und effizient“, wie Eichenlaub betont. Für die Gemeinde Cremlingen werden dies sechs Mitarbeiter sein.
Die rechtliche Abwicklung des Gebildes obliege Lehre. Die Gemeinde werde unter anderem auch mit der Kommunalaufsicht in Helmstedt sprechen. „Unter anderem wird es um Gegenstände gehen, die 2007 in den Bauhof eingebracht wurden und was davon noch da ist und verteilt werden muss.“
Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit hatte vor acht Jahren mit der Anschaffung eines gemeinsamen Großflächenmähers begonnen. Und auch nach der Abwicklung des KWCL soll der Kontakt nicht abbrechen. Eichenlaub: „Wir könnten beispielsweise die Straßen und Spielplätze auch weiterhin mit einem Fahrzeug gemeinsam kontrollieren.“
„Wir haben vor, in Teilbereichen auch weiterhin zusammenzuarbeiten“, bekräftigt auch Westphal und fügt hinzu: „Die Grundidee war und ist gut; auch wenn in der Ausgestaltung manches verbesserungswürdig war.“ Inzwischen habe die Gemeinde auch mit der Kommunalaufsicht gesprochen. „Die Details der Abwicklung werden derzeit geklärt und überprüft. Dazu gehören auch die Verteilung der Vermögens- und Personalressourcen“, beschreibt Westphal das Prozedere.


