Überraschung: Bücher waren in Pflanzen versteckt
Salzgitter Mit einer Überraschung warteten am Donnerstag die Bibliotheks-Mitarbeiter in Salzgitter auf. Sie verschenkten Bücher auf originelle Weise.
Da staunten die Besucher der Stadtbibliothek nicht schlecht. Nicht, dass sie nicht nach Büchern gesucht hätten, sie waren nur nicht darauf vorbereitet, dass sie sie als Weihnachtsgeschenke auf Fensterbänken und Aufstellern und sogar in den Pflanzen finden würden.
Anonyme Buchgeschenke heißt die Aktion, mit der die Stadtbibliothek allen Gern- und Viellesern in allen Bibliotheken der Stadt eine Freude macht und die auch am Freitag noch einmal stattfindet.
„Die Idee dazu stammt von einer Schülerin, die vor einiger Zeit mal mit einem Karton voller Bücher in die Bibliothek am Fredenberg kam und fragte, ob sie sie dort verschenken könnte“, berichtet Bibliotheksmitarbeiterin Franziska Mende.
Diese Idee wird nun erstmals auf diese Weise umgesetzt. Jeder durfte Bücher in die Bücherei tragen, die verschenkt werden sollten. „Sie müssen allerdings neuwertig sein“, erklärt Mende. Aber es gebe offenbar viele Menschen, die Bücher zu Hause haben, die sie gar nicht lesen wollten. Mit Nadine Seidel, die in der Bibliothek den Freiwilligendienst absolviert, hat sie in den vergangenen Wochen jede freie Minute zum Verpacken der Bücher verwendet.
60 Stück waren es insgesamt, die als Weihnachtsgeschenke den Besitzer wechseln. „Einige unserer Besucher waren sehr überrascht und fragten nach, ob sie das Buch denn wirklich behalten dürfen“, berichtet Mende. Andere hätten von der Aktion gehört und sich gezielt auf die Suche gemacht. Einer der anonym Beschenkten ist der 15-jährige Alexander Machate. „Ich wusste davon und habe mich gefreut, dass ich auch ein Buch gefunden habe“, sagte er.“
Die Aktion sei von den Bibliotheksbesuchern sehr gut angenommen worden, so Mende. „Und eigentlich gibt es keinen Grund, dies im kommenden Jahr nicht zu wiederholen.“ Es müssten nur genug Bücherspenden in die Stadtbibliotheken gebracht werden. Alexander hat seinen neuesten Schmöker inzwischen mit nach Hause genommen und freut sich darüber, dass er ihn mal nicht wieder abgeben muss.

