Prozess zieht sich in die Länge – neue Zeugen geladen
Salzgitter Salzgitteraner sollen mit Drogen gehandelt haben
Im Prozess vor dem Landgericht Braunschweig gegen zwei Salzgitteraner, denen gewerbsmäßiger unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen wird, waren ursprünglich fünf Verhandlungstage vorgesehen. Jetzt werden es zehn, so dass mit dem Urteil erst am 8. Februar 2013 zu rechnen ist.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen haben die Anwälte der beiden Angeklagten beantragt, weitere Zeugen zu laden. Deshalb wurde der Termin für heute aufgehoben. Zudem haben die Anwälte schon Termine bis weit ins nächste Jahr hinein gebucht.
Das Bestreben der Anwälte ist es, die Glaubwürdigkeit des Hauptbelastungszeugen zu erschüttern. Er hatte ausgesagt, dass die beiden Männer zu den Abnehmern zählten, denen er vor einem Jahr kiloweise Marihuana verkauft hatte. Den „Stoff“ hätte er aus den Niederlanden besorgt.
Die Anwälte legten am Dienstag ein Fax mit der Aussage eines Mannes vor, der nun auch als Zeuge gehört werden soll. Er soll belegen, dass der Hauptbelastungszeuge ihm gegenüber gesagt haben soll: „Ich sage alles, was die Polizei hören will und erfinde einiges dazu, um selbst mit einer geringen Strafe davon zu kommen.“
Der Mann sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft. Ihm werden mehr als 40 Straftaten vorgeworfen. Er muss sich derzeit mit weiteren Angeklagten in Hannover vor Gericht verantworten.
Der Prozess wird am Mittwoch, 19. Dezember, um 9 Uhr im Landgericht Braunschweig fortgesetzt.



