Himmelsklänge ertönten im Gotteshaus
Lebenstedt Marc Marshall und Jay Alexander begeisterten mit Liedern aus ihren Alben „Götterfunken“ und „Paradisum“ in der Martin-Luther-Kirche.
Mit ihren Alben „Götterfunken“ und „Paradisum“ erstürmte das Gesangsduo Marc Marshall und Jay Alexander monatelang die Spitzenplätze der Klassik-Charts. Einen Auszug präsentieren sie gemeinsam mit einem hochkarätigen Begleit-Ensemble im Rahmen einer Kirchentournee. Am Freitagabend machte die Formation Station in der Martin-Luther-Kirche.
„So voll wie an diesem Abend ist die Kirche selten“, freute sich Hausherr Pfarrer Michael Wagner, der die rund 400 Besucher begrüßte. Unter dem Tourneetitel „Top Ten des Himmels“ luden die Musiker zu einem Streifzug durch sakrale Gesänge aus der Renaissance bis heute ein. Zum Auftakt erklang das berühmte „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel.
So eingestimmt ging es weiter mit vier unterschiedlichen Vertonungen des katholischen Gebets „Ave Maria“ („Gegrüßet seist Du, Maria“) von Komponisten aus verschiedenen Epochen. Max Reger’s „Mariä Wiegenlied“ schloss sich dem an. Das berühmte „Panis angelicus“ von Cesar Franck fehlte ebensowenig wie eine interessante Vertonung des „Agnus dei“ von George Bizet.
Mit sanfter Stimmgewalt gestalteten Marshall und Alexander die vertonten Gebete voller Innigkeit und magischer Präzision. Es war ein Gesang, der Emotionen auslöste und zum Träumen einlud. Viel schöner kann es im Himmel nicht sein: Der Titel der Tournee ist gerechtfertigt.
Der Gesang und die Musik sind mal nachdenklich-besinnlich, mal heiter und herausfordernd. Marshall und Alexander sowie den Musikern gelang es, die ganze Klaviatur der Gefühle anzusprechen. Die Vorträge wirkten wie in einem Guss.
Frank Lauber (Querflöte, Klarinette, Saxophon), der zugleich Produzent ist, Rene Krömer (Harmonium) und der Gitarrist Klaus Jäckle sind exzellente Musiker, die der Gesangsdarbietung den letzten Schliff gaben. Jäckle beeindruckte darüber hinaus mit zwei Solostücken: Er ließ „Tristesse“ von Frederic Chopin erklingen sowie das berühmte Tremolowerk „Recuerdos de la Alhambra“ von Francisco Tarrega.
Am Schluss gab es Applaus im Stehen. Sänger und Musiker schenkten dem Publikum zwei Zugaben.
