Feuerwehr soll 2013 Sprit sparen
Salzgitter Der städtische Fachdienst Feuerwehr muss aufgrund der Haushaltslage in diesem Jahr auf 122 000 Euro verzichten.
Die Stadt muss sparen – auch bei der Feuerwehr. Um 121 915 Euro soll der zuständige städtische Fachdienst in diesem Jahr seine Ausgaben reduzieren. Der Investitionsbedarf beträgt 2,7 Millionen Euro, darunter 1,2 Millionen für die Einführung des Digitalfunks. Künftig sollen unter anderem der Treibstoff rationiert und Fahrzeugreparaturen zurückgestellt werden. Einsparungen von 10 100 Euro bringt die erste Maßnahme, 30 000 Euro die zweite, hat der Fachdienst Feuerwehr errechnet.
Das könnte Folgen haben. Möglicherweise müssten Fahrzeuge stillgelegt werden, heißt es unter dem Punkt „Auswirkungen“ in der Maßnahmen-Liste zur Haushaltssperre. Eine Stilllegung von Fahrzeugen wiederum könnte die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr beeinträchtigen und einzelne Freiwillige Feuerwehren sogar handlungsunfähig machen.
Das relativierte Feuerwehrchef Arne Sicks im Finanzausschuss. Selbstverständlich würden die neueren Feuerwehrfahrzeuge repariert. Bei älteren Modellen ziehe man dagegen eine Stilllegung vor, sollten kostenintensive Reparaturen anstehen. Dafür würden 2013 aber auch zwei neue Löschfahrzeuge angeschafft; für die Freiwilligen Feuerwehren seien ebenfalls neue Fahrzeuge vorgesehen. Auch das Spritsparen sei möglich, sagte Sicks. „Wenn wir ein ruhiges Jahr wie 2012 haben, ist das eine machbare Aufgabe. Es gibt keine Sicherheitseinbußen. Haben wir dagegen mehrere Großeinsätze, kann es dazu kommen, dass wir mit unserer Rechnung nicht hinkommen.“ Allerdings sei die geplante Rationierung des Treibstoffs sowieso weniger für Löschfahrzeuge gedacht als vielmehr für Mannschaftstransportfahrzeuge. Ebenso könnten die Jugendfahrten reduziert werden, um Sprit zu sparen.
Ferner soll auf die Beschaffung von Dienstkleidung bei den Freiwilligen Wehren verzichtet werden. Und auch durch die Auflösung der Feuerwehr Watenstedt – wir berichteten – würden 21 300 Euro gespart. Zudem soll bei der Ausbildung gekürzt werden.
Das monierte Marcel Bürger (Grüne). Er sah die Sicherheit der Salzgitteraner in Gefahr. Sicks relativierte auch hier: Lediglich Fortbildungen würden für ein Jahr ausgesetzt, nicht dauerhaft.



